Kieferorthopädische Behandlungen im Erwachsenenalter können schnell mehrere Tausend Euro kosten – doch wer zahlt eigentlich dafür? Während bei Kindern und Jugendlichen die gesetzliche Krankenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen einspringt, stehen Erwachsene meist vor hohen Eigenkosten. Eine spezialisierte Versicherung für Kieferorthopädie bei Erwachsenen kann hier erhebliche finanzielle Entlastung bieten. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über Versicherungsoptionen, Kostenübernahme, Leistungsumfang und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten – damit Sie Ihre Zahngesundheit nicht aus finanziellen Gründen vernachlässigen müssen.
Warum brauchen Erwachsene eine Kieferorthopädie-Versicherung?
Die Nachfrage nach kieferorthopädischen Behandlungen bei Erwachsenen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Laut aktuellen Statistiken lassen sich in Deutschland jährlich über 1,4 Millionen Erwachsene kieferorthopädisch behandeln – Tendenz steigend. Die Gründe dafür sind vielfältig: ästhetische Wünsche, gesundheitliche Notwendigkeiten oder nachträgliche Korrekturen nach früheren Behandlungen.
Das Problem: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen nur in absoluten Ausnahmefällen. Konkret bedeutet das:
- Gesetzliche Krankenversicherung: Leistungen nur bei schweren Kieferanomalien, die eine kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Behandlung erfordern
- Private Krankenversicherung: Je nach Tarif unterschiedliche Leistungen, oft mit Einschränkungen
- Eigenfinanzierung: Durchschnittliche Kosten zwischen 3.500 und 8.000 Euro für eine vollständige Behandlung
Eine Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie-Leistungen schließt genau diese Versorgungslücke und macht moderne Behandlungsmethoden finanziell zugänglich.
| Versicherungsart | Kostenübernahme KFO Erwachsene | Voraussetzungen | Typische Erstattung |
|---|---|---|---|
| Gesetzliche KV | Nur in Extremfällen | KIG 4-5 + OP-Indikation | 0-100% (sehr selten) |
| Private KV | Tarifabhängig | Vertragliche Regelungen | 0-80% |
| Zahnzusatzversicherung | Je nach Tarif | Wartezeiten, Altersgrenzen | 50-100% |
| Eigenfinanzierung | 100% selbst | Keine | 0% |

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Wann leistet die gesetzliche Krankenversicherung bei Erwachsenen?
Die Regelungen der gesetzlichen Krankenversicherung für kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen sind sehr restriktiv. Eine Kostenübernahme erfolgt ausschließlich bei schweren Kieferanomalien, die in die kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) 4 oder 5 fallen und eine kombinierte kieferchirurgisch-kieferorthopädische Behandlung erfordern.
Voraussetzungen für GKV-Leistungen
Damit die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten übernimmt, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
- Schweregrad KIG 4 oder 5: Extreme Kieferfehlstellungen mit erheblicher funktioneller Beeinträchtigung
- Operative Notwendigkeit: Eine kieferchirurgische Operation muss zwingend erforderlich sein
- Medizinische Indikation: Rein ästhetische Gründe reichen nicht aus
- Vorherige Genehmigung: Behandlungsplan muss von der Krankenkasse bewilligt werden
In der Praxis bedeutet das: Weniger als 5% aller erwachsenen Patienten erfüllen diese strengen Voraussetzungen. Typische Fehlstellungen wie Zahnengstand, leichte bis mittlere Überbisse oder offene Bisse werden nicht übernommen.
Beispiele für GKV-pflichtige Fälle
| Diagnose | KIG-Einstufung | GKV-Leistung | Behandlungsumfang |
|---|---|---|---|
| Extremer Progenie (Unterbiss) | KIG 5 | Ja | KFO + Kiefer-OP |
| Schwere Dysgnathie | KIG 4-5 | Ja | Kombinierte Behandlung |
| Lippen-Kiefer-Gaumenspalte | KIG 5 | Ja | Umfassende Therapie |
| Moderater Überbiss | KIG 2-3 | Nein | Keine Leistung |
| Zahnengstand | KIG 1-3 | Nein | Keine Leistung |
| Ästhetische Korrektur | Alle | Nein | Keine Leistung |
Für alle anderen Fälle – und das betrifft die überwiegende Mehrheit – ist eine private Absicherung durch eine Zahnzusatzversicherung die einzige Möglichkeit, sich vor hohen Kosten zu schützen.
Leistungen der Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie Erwachsene
Eine spezialisierte Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie-Leistungen kann die finanzielle Belastung erheblich reduzieren. Allerdings unterscheiden sich die Tarife deutlich in Leistungsumfang, Erstattungshöhe und Bedingungen.
Typische Leistungsmerkmale
Moderne Tarife für Kieferorthopädie bei Erwachsenen bieten in der Regel folgende Leistungen:
- Erstattung: 50% bis 100% der Kosten, je nach Tarif
- Höchstgrenzen: Oft gestaffelte Limits in den ersten Jahren (z.B. 1.000€ im 1. Jahr, 2.000€ im 2. Jahr)
- Gesamtbudget: Lebenslange Höchstgrenzen zwischen 2.500€ und unbegrenzt
- Behandlungsmethoden: Festsitzende Brackets, Aligner-Therapie, Lingualzahnspangen
Erstattungsvarianten im Vergleich
| Tariftyp | Erstattung | Summenbegrenzung | Monatsbeitrag (ca.) | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|---|
| Basis-Tarif | 50-70% | 2.500-4.000€ gesamt | 15-25€ | Grundabsicherung |
| Komfort-Tarif | 70-85% | 5.000-7.500€ gesamt | 30-45€ | Gute Absicherung |
| Premium-Tarif | 85-100% | Unbegrenzt oder 10.000€+ | 50-80€ | Maximaler Schutz |
| Spezial-KFO-Tarif | 100% | Unbegrenzt | 60-100€ | Geplante Behandlung |

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Wichtige Leistungsdetails
Bei der Auswahl einer Kieferorthopädie-Versicherung für Erwachsene sollten Sie auf folgende Details achten:
- Medizinische Notwendigkeit: Manche Tarife setzen eine medizinische Indikation voraus, andere leisten auch bei rein ästhetischen Behandlungen
- Behandlungsbeginn: Wann gilt eine Behandlung als “begonnen”? (Wichtig für Wartezeiten)
- Diagnosezeitpunkt: Einige Versicherer schließen bereits diagnostizierte Fehlstellungen aus
- Altersgrenzen: Viele Tarife haben Altersbeschränkungen (z.B. Abschluss nur bis 40 Jahre)
- Erstattung für moderne Methoden: Werden auch unsichtbare Aligner oder Lingualbrackets übernommen?
Besonders wichtig: Prüfen Sie, ob die Versicherung auch Retainer zur Stabilisierung nach der aktiven Behandlung übernimmt – diese sind essentiell für den langfristigen Erfolg.
Wartezeiten und Versicherungsbeginn
Ein entscheidender Faktor bei der Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie sind die Wartezeiten. Diese sollen verhindern, dass Versicherte erst kurz vor einer geplanten Behandlung eine Versicherung abschließen.
Typische Wartezeiten
Die meisten Versicherer staffeln ihre Wartezeiten wie folgt:
- Allgemeine Wartezeit: 3-8 Monate für alle Leistungen
- Kieferorthopädie-Wartezeit: Zusätzlich 12-36 Monate speziell für KFO-Leistungen
- Zahnstaffel: Gestaffelte Leistungsgrenzen in den ersten 3-5 Jahren
| Jahr | Typische Leistungsgrenze KFO | Beispiel bei 5.000€ Behandlungskosten |
|---|---|---|
| 1. Jahr | 0€ (Wartezeit) | 0€ Erstattung |
| 2. Jahr | 1.000€ | 800€ Erstattung (bei 80%) |
| 3. Jahr | 2.000€ | 1.600€ Erstattung |
| 4. Jahr | 3.500€ | 2.800€ Erstattung |
| Ab 5. Jahr | Unbegrenzt/Volllimit | 4.000€ Erstattung |
Versicherungen ohne Wartezeit
Es gibt auch Zahnzusatzversicherungen ohne Wartezeit, allerdings gelten hier besondere Bedingungen:
- Höhere Beiträge: Meist 20-40% teurer als Tarife mit Wartezeit
- Gesundheitsprüfung: Strengere Gesundheitsfragen und Ausschlüsse
- Eingeschränkte Leistungen: Oft niedrigere Erstattungssätze im ersten Jahr
- Keine laufenden Behandlungen: Bereits begonnene oder geplante Behandlungen sind ausgeschlossen
Wichtig zu wissen: Eine Kieferorthopädie-Versicherung für Erwachsene ohne Wartezeit lohnt sich vor allem dann, wenn Sie aktuell keine konkrete Behandlung planen, aber mittelfristig eine kieferorthopädische Korrektur in Betracht ziehen.
Kosten kieferorthopädischer Behandlungen bei Erwachsenen
Um die Bedeutung einer guten Versicherung zu verstehen, sollten Sie die tatsächlichen Kosten kennen. Kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen gehören zu den kostenintensivsten Zahnbehandlungen.
Kostenübersicht nach Behandlungsmethode
| Behandlungsmethode | Behandlungsdauer | Kosten gesamt | Kosten pro Monat |
|---|---|---|---|
| Festsitzende Metallbrackets | 18-24 Monate | 3.500-6.000€ | 145-250€ |
| Keramikbrackets | 18-24 Monate | 4.500-7.000€ | 190-290€ |
| Lingualzahnspange (innen) | 20-30 Monate | 7.000-12.000€ | 280-400€ |
| Aligner-Therapie (z.B. Invisalign) | 12-24 Monate | 4.000-8.500€ | 200-350€ |
| Kombinierte Behandlung mit OP | 24-36 Monate | 10.000-18.000€ | 280-500€ |
| Retainer (Nachbehandlung) | Dauerhaft | 300-800€ | – |
Zusätzliche Kostenfaktoren
Neben den reinen Behandlungskosten fallen weitere Ausgaben an:
- Diagnostik: Röntgenaufnahmen, 3D-Scans, Modelle (300-800€)
- Kontrolltermine: Regelmäßige Anpassungen alle 4-6 Wochen (im Gesamtpreis oft enthalten)
- Reparaturen: Bei Beschädigungen der Apparatur (50-300€ pro Fall)
- Professionelle Zahnreinigung: Empfohlen alle 3-4 Monate (80-150€ pro Sitzung)
- Retainer-Erneuerung: Alle 5-10 Jahre (200-600€)
Eine umfassende Zahnzusatzversicherung mit PZR-Leistungen kann auch diese Nebenkosten abdecken.
Beispielrechnung: Ersparnis durch Versicherung
Angenommen, Sie benötigen eine Aligner-Therapie für 6.000€:
| Position | Ohne Versicherung | Mit Basis-Tarif (70%) | Mit Premium-Tarif (100%) |
|---|---|---|---|
| Behandlungskosten | 6.000€ | 6.000€ | 6.000€ |
| Erstattung Versicherung | 0€ | 4.200€ (70%) | 6.000€ (100%) |
| Eigenanteil | 6.000€ | 1.800€ | 0€ |
| Versicherungsbeiträge (3 Jahre) | 0€ | 1.080€ (30€/Monat) | 2.160€ (60€/Monat) |
| Gesamtkosten | 6.000€ | 2.880€ | 2.160€ |
| Ersparnis | – | 3.120€ (52%) | 3.840€ (64%) |
Diese Rechnung zeigt deutlich: Eine Versicherung für Kieferorthopädie bei Erwachsenen kann sich erheblich lohnen – selbst wenn Sie die Beiträge über mehrere Jahre einkalkulieren.

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Zahnzusatzversicherung Kieferorthopädie Erwachsene ohne Unfall
Ein häufiges Missverständnis: Viele Menschen glauben, dass Kieferorthopädie bei Erwachsenen nur nach einem Unfall versichert werden kann. Das stimmt nicht. Moderne Zahnzusatzversicherungen leisten auch bei Fehlstellungen ohne Unfallursache.
Unterschied: Unfallbedingt vs. entwicklungsbedingt
Es gibt zwei grundsätzliche Kategorien:
- Unfallbedingte Fehlstellungen: Entstehen durch Traumata (Sturz, Schlag, Verkehrsunfall)
- Entwicklungsbedingte Fehlstellungen: Natürliche Entwicklung, genetische Faktoren, frühere nicht behandelte Probleme
Wichtig: Die meisten hochwertigen Tarife für Kieferorthopädie bei Erwachsenen decken beide Kategorien ab. Achten Sie aber auf die genauen Versicherungsbedingungen, da einige Billigtarife nur unfallbedingte Behandlungen übernehmen.
Versicherte Indikationen ohne Unfall
| Fehlstellung | Typische Ursache | Versicherbar ohne Unfall | Behandlungsbedarf |
|---|---|---|---|
| Zahnengstand | Platzmangel, Genetik | Ja | Hoch |
| Diastema (Zahnlücke) | Entwicklung, Gewohnheiten | Ja | Mittel-Hoch |
| Kreuzbiss | Kieferentwicklung | Ja | Hoch |
| Tiefbiss | Wachstumsstörung | Ja | Mittel-Hoch |
| Rezidiv nach KFO | Fehlende Retention | Ja (meist) | Mittel |
| CMD-bedingte Fehlstellung | Kiefergelenksprobleme | Ja | Hoch |
Worauf Sie bei der Tarifwahl achten sollten
Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie bei Erwachsenen ohne Unfallvoraussetzung suchen, prüfen Sie:
- Leistungsvoraussetzung: Steht explizit “auch ohne Unfall” oder “medizinisch notwendig und ästhetisch”?
- Ausschlüsse: Werden bestimmte Fehlstellungen ausgeschlossen?
- Gesundheitsprüfung: Welche Vorerkrankungen führen zu Leistungsausschlüssen?
- Dokumentation: Ist eine zahnärztliche Stellungnahme zur Notwendigkeit erforderlich?
Tipp: Einige Versicherer bieten spezielle Tarife für entwicklungsbedingte Fehlstellungen an, die besonders günstige Konditionen haben, wenn Sie frühzeitig abschließen (idealerweise vor dem 30. Lebensjahr).
Altersgrenzen und Einstiegsalter
Ein kritischer Punkt bei der Kieferorthopädie-Versicherung für Erwachsene sind die Altersgrenzen. Viele Tarife haben Beschränkungen beim Einstiegsalter oder bei der Leistungsgewährung.
Typische Altersregelungen
| Alter bei Abschluss | Verfügbarkeit KFO-Tarife | Besonderheiten | Monatsbeitrag-Tendenz |
|---|---|---|---|
| 18-25 Jahre | Sehr gut | Beste Konditionen, volle Auswahl | Niedrig (20-40€) |
| 26-35 Jahre | Gut | Breites Angebot, faire Preise | Mittel (30-55€) |
| 36-45 Jahre | Eingeschränkt | Weniger Tarife, höhere Beiträge | Hoch (45-75€) |
| 46-55 Jahre | Stark eingeschränkt | Nur ausgewählte Anbieter | Sehr hoch (60-100€) |
| Über 55 Jahre | Kaum verfügbar | Meist nur ohne KFO-Leistungen | Variabel |
Strategien für verschiedene Altersgruppen
Unter 30 Jahren: Idealer Zeitpunkt für den Abschluss. Sie profitieren von niedrigen Beiträgen und haben die größte Tarifauswahl. Selbst wenn Sie aktuell keine Behandlung planen, sichern Sie sich langfristig ab.
30-40 Jahre: Noch gute Möglichkeiten, aber Sie sollten nicht zu lange warten. Vergleichen Sie intensiv und achten Sie auf Tarife ohne strikte Altersobergrenzen für Leistungen.
Über 40 Jahre: Die Auswahl wird deutlich kleiner. Prüfen Sie alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Ratenzahlung oder fokussieren Sie sich auf Tarife mit umfassenden anderen Zahnleistungen.
Wichtig: Einige Versicherer bieten auch Zahnzusatzversicherungen ab 50 oder ab 60 Jahren an – allerdings meist ohne Kieferorthopädie-Leistungen.
Gesundheitsprüfung und Annahmerichtlinien
Fast alle Zahnzusatzversicherungen mit Kieferorthopädie-Leistungen führen eine Gesundheitsprüfung durch. Diese entscheidet darüber, ob Sie überhaupt versichert werden können und zu welchen Konditionen.
Typische Gesundheitsfragen
Bei der Antragstellung müssen Sie in der Regel folgende Fragen wahrheitsgemäß beantworten:
- Fehlende Zähne: Wie viele Zähne fehlen (außer Weisheitszähne)?
- Laufende Behandlungen: Sind aktuell Behandlungen geplant, angeraten oder begonnen?
- Vorerkrankungen: Parodontitis, Kiefergelenksbeschwerden, CMD?
- Frühere KFO-Behandlungen: Wurden Sie bereits kieferorthopädisch behandelt?
- Zahnersatz: Haben Sie bereits Implantate, Kronen oder Brücken?
Kritische Vorerkrankungen
| Vorerkrankung | Auswirkung auf Versicherbarkeit | Mögliche Lösungen |
|---|---|---|
| Akute Parodontitis | Ablehnung oder Ausschluss | Erst behandeln, dann versichern |
| Mehrere fehlende Zähne | Risikoaufschlag oder Ablehnung | Tarife mit Zahnersatz-Fokus |
| Laufende KFO-Behandlung | Ausschluss KFO-Leistungen | Nach Abschluss neu beantragen |
| Diagnostizierte Fehlstellung | Ausschluss für diese Fehlstellung | Tarife mit Kulanzregelungen |
| CMD-Diagnose | Oft Ausschluss KFO | Spezielle CMD-Tarife prüfen |
| Frühere KFO-Behandlung | Meist kein Problem | Normal versicherbar |
Umgang mit Vorerkrankungen
Wenn Sie Vorerkrankungen haben, bedeutet das nicht automatisch das Aus für eine Versicherung:
- Anonyme Voranfrage: Lassen Sie durch einen Versicherungsmakler anonym prüfen, welche Versicherer Sie aufnehmen würden
- Behandlung abschließen: Bei behandelbaren Problemen (z.B. Parodontitis) erst therapieren, dann versichern
- Wartezeit nutzen: Manche Probleme “heilen aus” und müssen nach bestimmten Fristen nicht mehr angegeben werden
- Alternative Tarife: Fokus auf Zahnersatz-Leistungen statt Kieferorthopädie
Wichtig: Falsche Angaben bei der Gesundheitsprüfung können zur Leistungsverweigerung oder Vertragsauflösung führen. Seien Sie immer ehrlich – auch wenn das zunächst nachteilig erscheint.

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Behandlungsbeginn und Versicherungsfall
Ein häufiger Streitpunkt zwischen Versicherten und Versicherungen ist die Frage: Wann gilt eine kieferorthopädische Behandlung als “begonnen”? Diese Definition ist entscheidend dafür, ob die Versicherung leistet oder nicht.
Definition Behandlungsbeginn
Die meisten Versicherer definieren den Behandlungsbeginn als:
- Diagnosestellung: Zeitpunkt, zu dem die Fehlstellung erstmals zahnärztlich dokumentiert wurde
- Behandlungsempfehlung: Wenn der Zahnarzt/Kieferorthopäde eine Behandlung angeraten hat
- Erste Maßnahme: Abdrucknahme, Röntgenaufnahmen, Modellherstellung für KFO-Zwecke
- Vertragsabschluss: Bei einigen Versicherern gilt: Alles vor Versicherungsbeginn ist ausgeschlossen
Kritische Situationen
| Situation | Gilt als Behandlungsbeginn? | Versicherungsleistung? | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Routinekontrolle mit KFO-Hinweis | Meist nein | Ja (wenn vor Abschluss) | Dokumentation aufbewahren |
| Überweisung zum Kieferorthopäden | Oft ja | Kritisch | Vor Termin versichern |
| KFO-Erstberatung mit Kostenplan | Ja | Nein | Zu spät für Versicherung |
| Röntgenaufnahmen für KFO | Ja | Nein | Zu spät |
| Einsetzen der Brackets/Aligner | Definitiv ja | Nein | Viel zu spät |
| Allgemeine Zahnkontrolle | Nein | Ja | Unbedenklich |
Strategisches Vorgehen
Um sicherzustellen, dass Ihre Versicherung leistet, beachten Sie diese Reihenfolge:
- Versicherung abschließen – bevor Sie konkrete KFO-Schritte unternehmen
- Wartezeit abwarten – je nach Tarif 8-36 Monate
- Zahnärztliche Kontrolle – regulärer Check-up ist unkritisch
- KFO-Überweisung – erst nach Ablauf der Wartezeit
- KFO-Erstberatung – Kostenplan erstellen lassen
- Kostenplan einreichen – vor Behandlungsbeginn bei Versicherung zur Genehmigung
- Behandlungsbeginn – erst nach schriftlicher Zusage der Versicherung
Wichtig: Bei laufender Behandlung ist ein Versicherungsabschluss für diese spezifische Behandlung nicht mehr möglich.
Erstattungsabwicklung und Einreichung
Wenn Sie eine kieferorthopädische Behandlung durchführen lassen, müssen Sie die Rechnungen bei Ihrer Versicherung einreichen. Der Prozess unterscheidet sich je nach Versicherer, folgt aber meist einem ähnlichen Muster.
Typischer Ablauf der Erstattung
- Kostenplan einreichen: Vor Behandlungsbeginn den Heil- und Kostenplan (HKP) zur Genehmigung einreichen
- Zusage abwarten: Versicherung prüft und erteilt Leistungszusage (meist innerhalb 2-4 Wochen)
- Behandlung durchführen: Erst nach Zusage mit der Behandlung beginnen
- Rechnungen sammeln: Alle Rechnungen und Zahlungsbelege aufbewahren
- Erstattungsantrag stellen: Rechnungen mit Erstattungsformular einreichen
- Erstattung erhalten: Auszahlung meist innerhalb 2-3 Wochen
Benötigte Unterlagen
| Dokument | Zeitpunkt | Wichtigkeit | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Heil- und Kostenplan | Vor Behandlung | Essentiell | Von KFO erstellen lassen |
| Zahnärztliche Stellungnahme | Vor Behandlung | Oft erforderlich | Medizinische Notwendigkeit |
| Röntgenbilder | Vor Behandlung | Manchmal | Digitale Kopien |
| Rechnungen | Nach Zahlung | Essentiell | Originale oder Kopien |
| Zahlungsbelege | Nach Zahlung | Wichtig | Kontoauszüge, Quittungen |
| Behandlungsberichte | Während Behandlung | Bei Bedarf | Fortschrittsdokumentation |
Tipps für reibungslose Erstattung
- Vorab-Genehmigung: Reichen Sie immer den Kostenplan vor Behandlungsbeginn ein
- Schriftliche Zusage: Bestehen Sie auf einer schriftlichen Leistungszusage
- Dokumentation: Fotografieren Sie alle Unterlagen digital als Backup
- Fristen beachten: Manche Versicherer haben Einreichungsfristen (z.B. 6 Monate nach Behandlung)
- Teilrechnungen: Bei langen Behandlungen können Sie oft Teilerstattungen beantragen
- Nachfragen: Bei Unklarheiten sofort bei der Versicherung nachfragen
Hinweis: Die meisten modernen Versicherer bieten mittlerweile Apps oder Online-Portale, über die Sie Rechnungen einfach per Foto einreichen können – das beschleunigt die Bearbeitung erheblich.
Kombinationen mit anderen Zahnbehandlungen
Kieferorthopädische Behandlungen stehen oft nicht allein, sondern sind Teil eines umfassenden zahnmedizinischen Konzepts. Eine gute Zahnzusatzversicherung sollte daher auch verwandte Leistungen abdecken.
Häufige Behandlungskombinationen
Bei vielen Erwachsenen sind zusätzlich zur Kieferorthopädie weitere Behandlungen notwendig:
- Professionelle Zahnreinigung: Während der KFO-Behandlung besonders wichtig (alle 3-4 Monate empfohlen)
- Zahnersatz: Oft müssen vor oder nach der KFO Implantate oder Kronen eingesetzt werden
- Parodontitis-Behandlung: Zahnfleischerkrankungen müssen vor KFO saniert sein
- Wurzelbehandlungen: Manchmal durch Zahnbewegungen notwendig
- Veneers: Nach KFO für optimales ästhetisches Ergebnis
Leistungsvergleich: KFO + weitere Leistungen
| Tariftyp | Kieferorthopädie | Zahnersatz | PZR | Parodontitis | Monatsbeitrag |
|---|---|---|---|---|---|
| KFO-Spezialtarif | 100% | 0-50% | Nein | Nein | 40-60€ |
| Komfort-Kombitarif | 70-85% | 70-85% | 2x jährlich | 50-70% | 50-75€ |
| Premium-Kombitarif | 85-100% | 85-100% | Unbegrenzt | 80-100% | 70-110€ |
| Basis ohne KFO | 0% | 50-70% | 1x jährlich | 50% | 20-35€ |
Empfehlung für Erwachsene mit KFO-Bedarf
Wenn Sie eine kieferorthopädische Behandlung planen, sollten Sie einen Kombi-Tarif wählen, der auch folgende Leistungen umfasst:
- Mindestens 2x PZR pro Jahr: Während der KFO-Behandlung essentiell für Zahngesundheit
- Hohe Zahnersatz-Erstattung: Für eventuelle Implantate oder Kronen (70-90%)
- Parodontitis-Leistungen: Zahnfleischprobleme sind bei KFO häufiger
- Wurzelbehandlungen: Manchmal durch Zahnbewegungen notwendig
Ein umfassender Tarif kostet zwar mehr, spart aber langfristig deutlich mehr Geld als mehrere Einzelversicherungen oder hohe Eigenanteile.
Besonderheiten bei privater Krankenversicherung
Wenn Sie privat krankenversichert sind, gelten andere Regelungen als bei gesetzlich Versicherten. Eine zusätzliche Zahnzusatzversicherung kann trotzdem sinnvoll sein.
PKV-Leistungen für Kieferorthopädie
Private Krankenversicherungen bieten unterschiedliche Leistungen für Kieferorthopädie bei Erwachsenen:
- Basis-Tarife: Oft keine oder nur minimale KFO-Leistungen für Erwachsene
- Komfort-Tarife: Teilweise Erstattung bei medizinischer Notwendigkeit (40-70%)
- Premium-Tarife: Umfassende Leistungen auch für ästhetische Korrekturen (70-100%)
Wichtig: Prüfen Sie Ihre PKV-Bedingungen genau. Viele ältere Tarife schließen Kieferorthopädie bei Erwachsenen komplett aus oder begrenzen die Leistungen stark.
Wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für Privatversicherte?
| PKV-Leistung KFO | Zusatzversicherung sinnvoll? | Grund |
|---|---|---|
| 0% (ausgeschlossen) | Ja, definitiv | Volle Kostenübernahme notwendig |
| 50-60% | Ja, empfohlen | Restkosten können hoch sein |
| 70-80% | Eventuell | Abhängig von Behandlungskosten |
| 90-100% | Meist nein | Ausreichende Absicherung |
Beachten Sie: Als Privatversicherter können Sie eine Zahnzusatzversicherung für Privatversicherte abschließen, die speziell auf Lücken in Ihrem PKV-Tarif zugeschnitten ist.
Besonderheiten bei der Abrechnung
Privatversicherte haben einige Vorteile bei der Abrechnung:
- Höhere GOZ-Sätze: Kieferorthopäden können höhere Gebührensätze abrechnen
- Modernere Methoden: Innovative Behandlungen werden eher erstattet
- Schnellere Bearbeitung: PKV bearbeitet Anträge oft zügiger
- Direkte Abrechnung: Manchmal möglich, Sie müssen nicht in Vorleistung gehen
Nachteil: Die Behandlungskosten sind für Privatversicherte oft höher, da Kieferorthopäden höhere Sätze abrechnen können (bis zum 3,5-fachen GOZ-Satz).

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Häufig gestellte Fragen zu Kieferorthopädie Erwachsene: Versicherung & Kostenübernahme
Zahlt die gesetzliche Krankenkasse Kieferorthopädie bei Erwachsenen?
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen nur in absoluten Ausnahmefällen – konkret bei schweren Kieferanomalien der Stufen KIG 4 oder 5, die eine kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Behandlung erfordern. Dies betrifft weniger als 5% aller Fälle. Für alle anderen Fehlstellungen, auch wenn sie medizinisch sinnvoll sind, müssen Erwachsene die Kosten selbst tragen oder über eine Zahnzusatzversicherung absichern.
Wie viel kostet eine Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie für Erwachsene?
Die Kosten variieren je nach Alter, Leistungsumfang und Versicherer. Junge Erwachsene (18-30 Jahre) zahlen für gute Tarife etwa 30-50€ monatlich, zwischen 30-40 Jahren sind es 40-70€, und ab 40 Jahren können die Beiträge 60-100€ erreichen. Premium-Tarife mit 100% Erstattung und ohne Summenbegrenzung kosten entsprechend mehr. Wichtig: Je früher Sie abschließen, desto günstiger sind die Beiträge dauerhaft.
Kann ich eine Zahnzusatzversicherung abschließen, wenn die Behandlung schon empfohlen wurde?
Nein, das ist in der Regel nicht möglich. Die meisten Versicherer definieren bereits eine zahnärztliche Behandlungsempfehlung als “Behandlungsbeginn”. Sobald ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde eine kieferorthopädische Behandlung angeraten hat, gilt diese als “laufende Behandlung” und ist vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Deshalb ist es wichtig, eine Versicherung abzuschließen, bevor Sie konkrete Schritte unternehmen – idealerweise bei der regulären Zahnkontrolle, bevor überhaupt über Kieferorthopädie gesprochen wird.
Gibt es Zahnzusatzversicherungen ohne Wartezeit für Kieferorthopädie?
Ja, es gibt Tarife ohne allgemeine Wartezeit, allerdings gelten für Kieferorthopädie meist trotzdem spezielle Regelungen. Echte “Sofort-Tarife” ohne jegliche Wartezeit sind selten und deutlich teurer (20-40% höhere Beiträge). Zudem haben sie meist Summenstaffeln, die in den ersten Jahren die Erstattung begrenzen. Wichtig: Auch bei Tarifen ohne Wartezeit sind bereits diagnostizierte oder empfohlene Behandlungen ausgeschlossen. Die Versicherung muss also vor jeder konkreten Behandlungsplanung abgeschlossen werden.
Werden auch unsichtbare Zahnspangen wie Invisalign von der Versicherung übernommen?
Das hängt vom gewählten Tarif ab. Moderne, hochwertige Zahnzusatzversicherungen übernehmen auch die Kosten für Aligner-Therapien wie Invisalign, da diese medizinisch gleichwertig zu festsitzenden Brackets sind. Prüfen Sie die Versicherungsbedingungen aber genau: Manche Basis-Tarife beschränken sich auf konventionelle Behandlungsmethoden. Premium-Tarife erstatten in der Regel alle kieferorthopädischen Methoden – von klassischen Metallbrackets über Keramikbrackets und Lingualzahnspangen bis hin zu modernen Alignern. Die Erstattungshöhe bleibt dabei gleich, unabhängig von der gewählten Methode.
Bis zu welchem Alter kann ich eine Kieferorthopädie-Versicherung abschließen?
Die meisten Versicherer haben Altersgrenzen für den Abschluss von Tarifen mit Kieferorthopädie-Leistungen. Typischerweise liegt die Obergrenze zwischen 40 und 50 Jahren, einige Anbieter akzeptieren auch Versicherte bis 55 Jahre. Je älter Sie beim Abschluss sind, desto höher sind die Beiträge und desto eingeschränkter ist die Tarifauswahl. Optimal ist ein Abschluss vor dem 35. Lebensjahr. Wenn Sie älter sind, sollten Sie gezielt nach Versicherern suchen, die keine strikte Altersgrenze haben – diese existieren, sind aber seltener und teurer.
Was passiert, wenn die Behandlung länger dauert als geplant?
Wenn Ihre kieferorthopädische Behandlung länger dauert als ursprünglich im Heil- und Kostenplan angegeben, ist das normalerweise kein Problem für die Versicherung – solange die Gesamtkosten im Rahmen der genehmigten Summe bleiben. Entstehen jedoch zusätzliche Kosten durch Komplikationen, Behandlungsänderungen oder Verlängerungen, sollten Sie einen aktualisierten Kostenplan bei der Versicherung einreichen und genehmigen lassen, bevor die zusätzlichen Maßnahmen durchgeführt werden. Die meisten Versicherer zeigen sich kulant, wenn die Änderungen medizinisch begründet sind.
Werden auch Retainer und die Nachbehandlung von der Versicherung bezahlt?
Das ist tarifabhängig. Hochwertige Tarife übernehmen auch die Kosten für Retainer und die Stabilisierungsphase nach der aktiven kieferorthopädischen Behandlung, da diese essentiell für den langfristigen Erfolg sind. Basis-Tarife begrenzen manchmal die Leistungen auf die aktive Behandlungsphase. Achten Sie bei der Tarifwahl darauf, dass explizit “Retention” oder “Nachbehandlung” eingeschlossen ist. Die Kosten für Retainer (300-800€ initial, plus eventuelle Erneuerungen) sollten im Gesamtbudget der Versicherung berücksichtigt sein.
Kann ich die Versicherung wechseln, wenn ich mit meinem aktuellen Tarif unzufrieden bin?
Ja, Sie können Ihre Zahnzusatzversicherung wechseln, allerdings gibt es wichtige Punkte zu beachten: Wenn Sie bereits eine laufende kieferorthopädische Behandlung haben, wird diese vom neuen Versicherer nicht übernommen. Zudem beginnen bei einem Wechsel die Wartezeiten und Zahnstaffeln von vorne. Ein Wechsel lohnt sich daher vor allem, wenn Sie noch keine Behandlung begonnen haben und Ihr aktueller Tarif deutlich schlechtere Konditionen bietet. Beachten Sie Kündigungsfristen (meist 3 Monate zum Jahresende) und schließen Sie die neue Versicherung ab, bevor Sie die alte kündigen, um Versicherungslücken zu vermeiden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Zahnzusatzversicherung wechseln.
Übernimmt die Versicherung auch Kieferorthopädie nach einem Unfall?
Ja, die meisten Zahnzusatzversicherungen mit Kieferorthopädie-Leistungen übernehmen auch unfallbedingte Fehlstellungen – oft sogar ohne die üblichen Wartezeiten. Bei Unfällen, die zu Zahnverlust oder Kieferfehlstellungen führen, greifen meist sowohl die Zahnersatz- als auch die Kieferorthopädie-Leistungen. Wichtig: Dokumentieren Sie den Unfall sorgfältig (Unfallbericht, ärztliche Atteste) und informieren Sie Ihre Versicherung umgehend. Bei Unfällen entfallen bei vielen Tarifen auch die Summenbegrenzungen der ersten Jahre. Prüfen Sie Ihre Versicherungsbedingungen auf die genauen Regelungen zu “Unfallschäden”.
Fazit: Lohnt sich eine Versicherung für Kieferorthopädie bei Erwachsenen?
Eine Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie-Leistungen für Erwachsene ist eine sinnvolle Investition, wenn Sie eine kieferorthopädische Behandlung in Erwägung ziehen oder langfristig absichern möchten. Die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:
- Gesetzliche Krankenversicherung leistet kaum: Nur bei extremen Kieferanomalien mit OP-Indikation (unter 5% der Fälle)
- Hohe Eigenkosten ohne Versicherung: Kieferorthopädische Behandlungen kosten zwischen 3.500€ und 12.000€
- Erhebliche Ersparnis möglich: Je nach Tarif können Sie 50-100% der Kosten erstattet bekommen
- Früher Abschluss zahlt sich aus: Niedrigere Beiträge und bessere Konditionen vor dem 35. Lebensjahr
- Wartezeiten einplanen: Meist 8-36 Monate, deshalb frühzeitig abschließen
- Keine Versicherung bei laufender Behandlung: Abschluss muss vor Diagnose/Empfehlung erfolgen
Die Entscheidung für oder gegen eine Versicherung hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Wenn Sie jung sind (unter 35), keine akute Behandlungsnotwendigkeit haben, aber mittelfristig eine Korrektur in Erwägung ziehen, ist eine Versicherung nahezu immer wirtschaftlich sinnvoll. Bei älteren Interessenten oder bereits diagnostizierten Fehlstellungen wird die Rechnung komplexer – hier kann eine professionelle Beratung helfen, die beste Lösung zu finden.
Wichtig ist in jedem Fall: Vergleichen Sie mehrere Tarife gründlich, achten Sie auf versteckte Einschränkungen und lesen Sie das Kleingedruckte. Eine gute Kieferorthopädie-Versicherung für Erwachsene sollte nicht nur hohe Erstattungssätze bieten, sondern auch moderne Behandlungsmethoden einschließen, faire Altersgrenzen haben und transparent in den Bedingungen sein.
Mit der richtigen Versicherung können Sie Ihre Zahngesundheit und Ihr Lächeln optimieren, ohne sich finanziell zu übernehmen. Nutzen Sie die Möglichkeit einer unverbindlichen Beratung, um den für Sie passenden Tarif zu finden – Ihre Zähne werden es Ihnen danken!

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Disclaimer: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine professionelle medizinische oder versicherungsrechtliche Beratung. Die genannten Kosten und Leistungen sind Durchschnittswerte und können je nach Anbieter, Region und individueller Situation variieren. Versicherungsbedingungen ändern sich regelmäßig – prüfen Sie daher immer die aktuellen Tarifbedingungen Ihres gewünschten Versicherers. Stand: 2025


