Ein Zahnimplantat besteht aus mehr als nur der Titanschraube im Kieferknochen – erst die Suprakonstruktion macht es zum funktionsfähigen Zahnersatz. Viele Patienten sind überrascht, wenn sie erfahren, dass die Kosten für ein Implantat nicht nur die chirurgische Einbringung umfassen, sondern auch den darauf befestigten Aufbau. Die Suprakonstruktion ist der sichtbare Teil Ihres neuen Zahns – sie bestimmt Ästhetik, Funktionalität und Langlebigkeit. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über Materialien, Kosten, Haltbarkeit und worauf Sie bei der Planung achten sollten.
Was ist eine Suprakonstruktion?
Die Suprakonstruktion bezeichnet den prothetischen Aufbau, der auf einem Zahnimplantat befestigt wird. Während das Implantat selbst als künstliche Zahnwurzel im Kieferknochen verankert ist, bildet die Suprakonstruktion den funktionellen und ästhetischen Ersatz der natürlichen Zahnkrone.
Der Begriff “Suprakonstruktion” leitet sich vom lateinischen “supra” (= über, oberhalb) ab und beschreibt damit präzise die Position: Sie liegt über dem Implantatkörper und wird über ein Verbindungselement, das sogenannte Abutment, mit diesem verbunden.
Die drei Komponenten eines vollständigen Zahnimplantats
Ein vollständiges Implantatsystem besteht aus drei wesentlichen Teilen:
- Implantatkörper: Die meist aus Titan gefertigte Schraube, die chirurgisch in den Kieferknochen eingebracht wird
- Abutment (Implantataufbau): Das Verbindungsstück zwischen Implantat und Krone
- Suprakonstruktion: Die sichtbare Krone, Brücke oder Prothese, die auf dem Abutment befestigt wird
Diese modulare Bauweise ermöglicht es Ihrem Zahnarzt, die Behandlung individuell auf Ihre anatomischen Gegebenheiten und ästhetischen Wünsche abzustimmen. Mehr über den gesamten Ablauf einer Zahnimplantat-Behandlung erfahren Sie in unserem detaillierten Ratgeber.
Unterschied zwischen Abutment und Suprakonstruktion
Viele Patienten verwechseln das Abutment mit der Suprakonstruktion. Dabei erfüllen beide unterschiedliche Funktionen:
| Merkmal | Abutment | Suprakonstruktion |
|---|---|---|
| Position | Zwischen Implantat und Krone | Oberhalb des Abutments |
| Sichtbarkeit | Meist nicht sichtbar | Vollständig sichtbar |
| Funktion | Verbindung und Anpassung | Kauen, Ästhetik, Funktion |
| Material | Titan, Zirkonoxid, Keramik | Keramik, Zirkonoxid, Metallkeramik |
| Austauschbarkeit | Kann gewechselt werden | Kann erneuert werden |
Das Abutment wird fest mit dem Implantat verschraubt und dient als Basis für die Suprakonstruktion. Es gleicht Winkelabweichungen aus und schafft die optimale Ausgangssituation für den prothetischen Aufbau.

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Arten von Suprakonstruktionen auf Implantaten
Je nachdem, wie viele Zähne ersetzt werden müssen und welche Ausgangssituation vorliegt, kommen verschiedene Arten von Suprakonstruktionen zum Einsatz.
Einzelkrone auf Implantat
Die häufigste Form der Suprakonstruktion ist die Einzelkrone auf einem Implantat. Sie ersetzt einen einzelnen verlorenen Zahn und wird fest auf dem Abutment befestigt – entweder verschraubt oder zementiert.
Vorteile der Einzelkrone:
- Natürliches Aussehen und Gefühl
- Keine Beschädigung der Nachbarzähne nötig
- Optimale Hygienefähigkeit
- Langlebigkeit von 15-25 Jahren
Die Kosten für eine Krone auf einem Implantat liegen zwischen 1.500 und 3.500 Euro, abhängig vom gewählten Material und der Komplexität.
Implantatgetragene Brücke
Wenn mehrere nebeneinander liegende Zähne fehlen, kann eine Implantatbrücke die Lösung sein. Dabei werden zwei oder mehr Implantate gesetzt, die als Pfeiler für eine mehrgliedrige Brücke dienen.
Ein typisches Beispiel: Bei drei fehlenden Zähnen werden zwei Implantate gesetzt, die eine dreigliedrige Brücke tragen. Dies ist oft kostengünstiger als drei Einzelimplantate.
Implantatgetragene Prothese
Bei vollständigem Zahnverlust oder wenn nur noch wenige Zähne vorhanden sind, bieten implantatgetragene Prothesen deutlich mehr Halt als konventionelle Vollprothesen.
Gängige Konzepte:
- Stegprothese: 4-6 Implantate verbunden durch einen Steg, darauf klickbare Prothese
- Kugelkopfanker: 2-4 Implantate mit Druckknopf-System
- All-on-4: Festsitzende Versorgung auf nur 4 Implantaten
Besonders das All-on-4-Konzept hat sich in den letzten Jahren bewährt und ermöglicht auch bei reduziertem Knochenangebot eine festsitzende Versorgung.
Teleskopprothese auf Implantaten
Eine Teleskopprothese kombiniert die Vorteile von festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz. Die Primärkronen werden fest auf den Implantaten verschraubt, die Sekundärkronen sind in der herausnehmbaren Prothese eingearbeitet.
| Suprakonstruktionsart | Anzahl Implantate | Geeignet für | Kostenrahmen |
|---|---|---|---|
| Einzelkrone | 1 | Einzelzahnlücke | 2.500-4.000 € |
| Implantatbrücke (3 Glieder) | 2 | Mehrere fehlende Zähne | 4.500-7.500 € |
| Stegprothese | 4-6 | Zahnloser Kiefer | 8.000-15.000 € |
| All-on-4 | 4 | Zahnloser Kiefer | 12.000-20.000 € |
| Teleskopprothese | 2-4 | Restbezahnung | 6.000-12.000 € |
Materialien für die Suprakonstruktion
Die Wahl des richtigen Materials für Ihre Suprakonstruktion beeinflusst nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Haltbarkeit und die Kosten. Moderne Zahnmedizin bietet verschiedene hochwertige Optionen.
Vollkeramik (Zirkonoxid)
Vollkeramische Suprakonstruktionen aus Zirkonoxid gelten als der Goldstandard in der modernen Implantologie. Das Material vereint höchste Ästhetik mit hervorragender Biokompatibilität.
Eigenschaften von Zirkonoxid:
- Zahnfarben und lichtdurchlässig wie natürliche Zähne
- Metallfrei – ideal für Allergiker
- Sehr hohe Festigkeit (über 1.000 MPa)
- Geringe Plaqueanlagerung
- Keine dunklen Ränder am Zahnfleisch
Besonders im sichtbaren Frontzahnbereich ist eine Zirkonkrone die erste Wahl. Die Kosten liegen zwischen 800 und 1.500 Euro pro Krone.
Metallkeramik (VMK-Kronen)
Verblendmetallkeramik-Kronen bestehen aus einem Metallgerüst, das mit zahnfarbener Keramik verblendet wird. Sie waren lange Zeit der Standard und werden auch heute noch häufig eingesetzt.
Vor- und Nachteile:
- ✓ Sehr stabil und langlebig
- ✓ Günstiger als Vollkeramik (500-900 Euro)
- ✓ Bewährte Technologie
- ✗ Metallgerüst kann durchschimmern
- ✗ Dunkler Rand am Zahnfleischsaum möglich
- ✗ Nicht für Metallallergiker geeignet
Im Seitenzahnbereich, wo die Ästhetik weniger kritisch ist, stellen VMK-Kronen eine wirtschaftliche Alternative dar.
Vollmetall-Kronen (Gold oder NEM)
Kronen aus Goldlegierungen oder Nicht-Edelmetall (NEM) werden heute fast ausschließlich im nicht sichtbaren Seitenzahnbereich eingesetzt.
Wann sind Metallkronen sinnvoll?
- Bei extremen Kaubelastungen (z.B. Bruxismus)
- Im hinteren Backenzahnbereich
- Bei sehr begrenztem Platzangebot
- Wenn Kosten minimiert werden sollen
Die Kosten liegen bei 400-700 Euro für NEM und 700-1.200 Euro für Goldlegierungen. Mehr zu verschiedenen Kronenmaterialien im Vergleich finden Sie in unserem Spezialratgeber.
Hybridkeramik und PEEK
Neuere Materialien wie Hybridkeramik oder PEEK (Polyetheretherketon) kombinieren Eigenschaften verschiedener Werkstoffe:
- Hybridkeramik: Verbindung aus Keramik und Kunststoff, etwas elastischer als reine Keramik
- PEEK: Hochleistungskunststoff mit knochenähnlicher Elastizität, besonders für Allergiker
Diese Materialien kommen vor allem bei komplexen Fällen oder spezifischen medizinischen Anforderungen zum Einsatz.
| Material | Ästhetik | Haltbarkeit | Biokompatibilität | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Vollkeramik (Zirkonoxid) | Exzellent | 15-25 Jahre | Sehr hoch | €€€ |
| Metallkeramik | Gut | 15-20 Jahre | Gut | €€ |
| Goldlegierung | Gering | 20-30 Jahre | Sehr hoch | €€-€€€ |
| NEM-Legierung | Gering | 15-20 Jahre | Mittel | € |
| PEEK | Mittel | 10-15 Jahre | Sehr hoch | €€€ |

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Kosten der Suprakonstruktion im Detail
Die Kosten für eine Suprakonstruktion auf einem Implantat variieren erheblich und hängen von mehreren Faktoren ab. Ein transparenter Überblick hilft Ihnen, die Kostenvoranschläge Ihres Zahnarztes besser einzuschätzen.
Kostenfaktoren bei der Suprakonstruktion
Die Gesamtkosten setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
1. Abutment (Implantataufbau):
- Standard-Titan-Abutment: 150-300 Euro
- Individuelles Titan-Abutment: 300-500 Euro
- Keramik-Abutment: 400-700 Euro
- Zirkonoxid-Abutment: 500-800 Euro
2. Eigentliche Suprakonstruktion (Krone):
- NEM-Krone: 400-600 Euro
- Metallkeramik-Krone: 500-900 Euro
- Vollkeramik-Krone: 800-1.500 Euro
- Zirkonoxid-Krone (hochästhetisch): 1.200-2.000 Euro
3. Zahnarzthonorar:
- Abformung und Bissnahme: 100-200 Euro
- Einprobe und Anpassung: 150-300 Euro
- Eingliederung: 100-200 Euro
4. Laborkosen:
- Deutscher Meisterlabor: 500-1.200 Euro
- Auslandslabor: 200-500 Euro
Gesamtkosten verschiedener Versorgungen
| Versorgungsart | Materialkosten | Zahnarzthonorar | Labor | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|---|
| Einzelkrone Metallkeramik | 650-900 € | 350-500 € | 500-700 € | 1.500-2.100 € |
| Einzelkrone Vollkeramik | 1.200-1.800 € | 350-500 € | 700-1.000 € | 2.250-3.300 € |
| Brücke 3-gliedrig (2 Implantate) | 2.000-3.500 € | 800-1.200 € | 1.500-2.500 € | 4.300-7.200 € |
| Stegprothese (4 Implantate) | 3.000-5.000 € | 1.500-2.500 € | 3.000-5.000 € | 7.500-12.500 € |
Beachten Sie: Diese Kosten kommen zusätzlich zu den Kosten für das Implantat selbst (Implantatinsertion, Knochenaufbau etc.). Die Gesamtkosten für ein komplettes Implantat mit Suprakonstruktion liegen typischerweise zwischen 2.500 und 4.500 Euro.
Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse
Die gesetzliche Krankenversicherung gewährt für die Suprakonstruktion auf einem Implantat den sogenannten befundbezogenen Festzuschuss. Dieser orientiert sich an der Regelversorgung – also dem, was Sie ohne Implantat als Standardversorgung erhalten würden.
Beispiel Einzelzahnlücke:
- Regelversorgung: Brücke auf beschliffenen Nachbarzähnen
- Festzuschuss: ca. 450-550 Euro (60% der Regelversorgungskosten)
- Mit Bonusheft (10 Jahre): ca. 600-700 Euro (75%)
Der Festzuschuss wird auf Antrag gezahlt, unabhängig davon, ob Sie sich für die Regelversorgung oder eine höherwertige Versorgung entscheiden. Mehr Details finden Sie in unserem Ratgeber zum Krankenkassenzuschuss bei Zahnersatz.
Eigenanteil reduzieren durch Zahnzusatzversicherung
Eine leistungsstarke Zahnzusatzversicherung kann Ihren Eigenanteil erheblich reduzieren. Gute Tarife erstatten 80-90% der Gesamtkosten (inklusive Implantatkörper und Suprakonstruktion).
Rechenbeispiel Einzelkrone auf Implantat:
- Gesamtkosten: 3.500 Euro
- Kassenzuschuss: -600 Euro
- Verbleibende Kosten: 2.900 Euro
- Erstattung Zahnzusatzversicherung (90%): -2.610 Euro
- Ihr Eigenanteil: 290 Euro
Besonders wichtig: Achten Sie darauf, dass Ihre Versicherung auch die Suprakonstruktion explizit einschließt. Manche Tarife begrenzen die Erstattung auf das Implantat selbst. Informieren Sie sich über Zahnzusatzversicherungen für Implantate mit umfassendem Schutz.
Befestigung der Suprakonstruktion: Verschraubt oder zementiert?
Eine wichtige technische Entscheidung bei der Implantatversorgung ist die Art der Befestigung der Suprakonstruktion. Beide Methoden haben spezifische Vor- und Nachteile.
Verschraubte Suprakonstruktion
Bei der verschraubten Variante wird die Krone oder Brücke über eine Schraube direkt mit dem Implantat oder dem Abutment verbunden. Die Schraubenöffnung wird anschließend mit einem zahnfarbenen Komposit verschlossen.
Vorteile der Verschraubung:
- Reversibilität – die Krone kann jederzeit entfernt werden
- Einfache Reparaturen möglich
- Keine Zementreste im Gewebe
- Ideal bei begrenztem Platzangebot
- Bevorzugt bei mehrgliedrigen Versorgungen
Nachteile:
- Schraubenkanal kann ästhetisch beeinträchtigen
- Schrauben können sich lockern (selten)
- Etwas höhere Kosten
Zementierte Suprakonstruktion
Hier wird die Krone mit speziellem Dentalzement auf dem Abutment befestigt – ähnlich wie bei einer Krone auf einem natürlichen Zahn.
Vorteile der Zementierung:
- Optimale Ästhetik ohne sichtbare Schraubenöffnung
- Einfachere Herstellung
- Passive Passung
- Günstiger in der Herstellung
Nachteile:
- Schwierige Entfernung bei Reparaturbedarf
- Zementreste können Entzündungen verursachen
- Nicht reversibel
| Kriterium | Verschraubt | Zementiert |
|---|---|---|
| Ästhetik | Gut (Schraubenkanal sichtbar) | Exzellent |
| Reversibilität | Vollständig | Schwierig |
| Komplikationsrate | Schraubenlockerung 5-10% | Zementitis 10-15% |
| Kosten | Etwas höher | Standard |
| Empfohlen für | Seitenzähne, Brücken | Frontzähne, Einzelkronen |
Moderne Hybridlösungen
Einige Systeme kombinieren beide Ansätze: Die Krone wird auf ein verschraubtes Abutment zementiert. Dies vereint die Vorteile beider Methoden – ästhetische Perfektion mit der Möglichkeit, bei Bedarf das Abutment zu entfernen.
Ihr Zahnarzt wird die optimale Befestigungsart basierend auf der Position des Implantats, der Bisssituation und Ihren individuellen Anforderungen empfehlen.

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Haltbarkeit und Langzeitprognose
Die Lebensdauer einer Suprakonstruktion auf einem Implantat hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei guter Pflege und regelmäßiger Kontrolle können Sie mit einer langen Nutzungsdauer rechnen.
Durchschnittliche Haltbarkeit nach Material
Wissenschaftliche Studien zeigen unterschiedliche Überlebensraten je nach Material und Versorgungsart:
- Vollkeramik-Kronen: 95% Überlebensrate nach 10 Jahren, 90% nach 15 Jahren
- Metallkeramik-Kronen: 97% nach 10 Jahren, 92% nach 15 Jahren
- Zirkonoxid-Kronen: 96% nach 10 Jahren (neuere Daten noch ausstehend)
- Gold-Kronen: 98% nach 15 Jahren, 95% nach 20 Jahren
Wichtig: Diese Zahlen beziehen sich auf die Suprakonstruktion selbst. Das Implantat hat in der Regel eine noch höhere Überlebensrate von über 95% nach 20 Jahren.
Faktoren, die die Haltbarkeit beeinflussen
Positive Faktoren:
- Exzellente Mundhygiene und professionelle Implantatpflege
- Regelmäßige Kontrollen (mindestens 2x jährlich)
- Professionelle Zahnreinigung 3-4x jährlich
- Nichtrauchen
- Gut eingestellter Diabetes
- Ausreichende Knochenqualität
Negative Faktoren:
- Rauchen (erhöht Misserfolgsrate um 50-200%)
- Bruxismus (nächtliches Zähneknirschen)
- Unbehandelter Diabetes
- Parodontitis oder Periimplantitis
- Mangelnde Mundhygiene
- Übermäßige Kaubelastung
Bei Patienten mit Bruxismus empfiehlt sich eine Aufbissschiene zum Schutz der Suprakonstruktion.
Komplikationen und deren Häufigkeit
| Komplikation | Häufigkeit | Lösungsansatz |
|---|---|---|
| Schraubenlockerung | 5-10% in 10 Jahren | Nachziehen der Schraube |
| Keramikabplatzung | 3-5% in 10 Jahren | Reparatur oder Erneuerung |
| Zementitis | 8-12% bei zementierten Kronen | Entfernung Zementreste, Antibiose |
| Periimplantitis | 10-15% in 10 Jahren | Intensive Therapie, ggf. Explantation |
| Ästhetische Probleme | 2-5% | Neuanfertigung |
Wann muss eine Suprakonstruktion erneuert werden?
Ein Austausch der Suprakonstruktion kann erforderlich werden bei:
- Materialermüdung oder Frakturen
- Ästhetischen Veränderungen (Verfärbungen, Farbabweichungen)
- Passungsproblemen nach Knochenabbau
- Wiederholten technischen Komplikationen
- Wunsch nach ästhetischer Verbesserung
Der Vorteil des modularen Implantataufbaus: Selbst wenn die Suprakonstruktion erneuert werden muss, bleibt das Implantat im Knochen erhalten. Die Erneuerung ist daher deutlich einfacher und kostengünstiger als die Erstversorgung.
Der Behandlungsablauf: Von der Planung bis zur fertigen Suprakonstruktion
Die Herstellung und Eingliederung einer Suprakonstruktion erfolgt in mehreren präzise geplanten Schritten. Das Verständnis des Ablaufs hilft Ihnen, sich optimal vorzubereiten.
Phase 1: Einheilphase des Implantats
Bevor die Suprakonstruktion angefertigt werden kann, muss das Implantat vollständig in den Kieferknochen einheilen. Dieser Prozess wird als Osseointegration bezeichnet.
Einheilzeiten:
- Unterkiefer: 2-3 Monate
- Oberkiefer: 3-6 Monate
- Nach Knochenaufbau: 6-9 Monate
- Bei Sofortimplantation: 3-4 Monate
Während dieser Zeit tragen Sie in der Regel ein Provisorium. Bei Sofortimplantaten kann manchmal direkt eine provisorische Suprakonstruktion aufgesetzt werden.
Phase 2: Freilegung und Abutment-Setzung
Nach der Einheilphase wird das Implantat freigelegt (falls es geschlossen eingeheilt ist) und ein Gingivaformer eingesetzt. Dieser formt das Zahnfleisch für etwa 1-2 Wochen in die gewünschte Form.
Anschließend wird das definitive Abutment eingeschraubt. Bei individuellen Abutments erfolgt zuvor eine Abformung oder ein digitaler Scan.
Phase 3: Abformung und Farbbestimmung
Für die Herstellung der Suprakonstruktion nimmt Ihr Zahnarzt eine präzise Abformung vor – entweder konventionell mit Abformmasse oder digital mit einem Intraoralscanner.
Wichtige Schritte:
- Präzisionsabformung der Implantatsituation
- Bissregistrierung für korrekte Okklusion
- Farbbestimmung für natürliches Aussehen
- Fotodokumentation für das Labor
Bei ästhetisch anspruchsvollen Fällen kann eine Anprobe der Kronenform in Wachs oder Kunststoff erfolgen, bevor die endgültige Keramik angefertigt wird.
Phase 4: Laborherstellung
Das Dentallabor fertigt nun Ihre individuelle Suprakonstruktion. Bei hochwertigen Arbeiten erfolgt dies oft in enger Abstimmung zwischen Zahnarzt, Labor und Patient.
Herstellungsdauer:
- Einfache Krone: 1-2 Wochen
- Hochästhetische Vollkeramik: 2-3 Wochen
- Mehrgliedrige Brücken: 3-4 Wochen
- Komplexe Prothesen: 4-6 Wochen
Phase 5: Einprobe und Anpassung
Vor der endgültigen Eingliederung erfolgt eine Einprobe. Dabei werden geprüft:
- Passung auf dem Abutment
- Kontakt zu Nachbarzähnen
- Okklusionskontakte (Bissverhältnis)
- Ästhetik und Farbgebung
- Phonetik (Sprachbildung)
Kleinere Anpassungen können direkt in der Praxis vorgenommen werden. Bei größeren Korrekturen geht die Arbeit zurück ins Labor.
Phase 6: Definitive Eingliederung
Nach finaler Kontrolle und Ihrer Zustimmung wird die Suprakonstruktion endgültig befestigt – entweder verschraubt oder zementiert.
Abschlusskontrolle:
- Überprüfung der Okklusion
- Kontrolle der Kontaktpunkte
- Röntgenkontrolle (bei verschraubten Kronen)
- Einweisung in die Pflege
- Terminvereinbarung für Nachkontrolle
Nachsorge und Kontrollen
Nach der Eingliederung sind regelmäßige Kontrollen entscheidend für den langfristigen Erfolg:
- Nach 1 Woche: Erste Kontrolle und Anpassung
- Nach 3 Monaten: Überprüfung der Weichgewebe
- Nach 6 Monaten: Röntgenkontrolle
- Danach: Halbjährliche Kontrollen
Mehr zur richtigen Nachsorge bei Zahnersatz finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.
Besondere Situationen und Herausforderungen
Nicht jede Implantatsituation ist standardisiert. Bestimmte Umstände erfordern besondere Planung und Lösungsansätze bei der Suprakonstruktion.
Suprakonstruktion bei reduziertem Knochenangebot
Wenn durch Knochenabbau das Implantat tiefer sitzt als die natürlichen Zähne, entstehen besondere Herausforderungen für die Suprakonstruktion.
Lösungsansätze:
- Rosa Keramik zur Simulation von Zahnfleisch
- Längere Kronen zur Kompensation
- Vorheriger Knochenaufbau für optimale Ausgangssituation
- Angepasstes Emergenzprofil
Suprakonstruktion im ästhetischen Bereich
Frontzahnimplantate stellen höchste Ansprüche an die Ästhetik der Suprakonstruktion:
- Individuelles Keramik-Abutment für natürlichen Farbverlauf
- Geschichtete Vollkeramik mit Transluzenz
- Präzise Nachbildung der Oberflächenstruktur
- Harmonische Gestaltung der Papillen
- Berücksichtigung der Lachlinie
In solchen Fällen empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem auf Ästhetik spezialisierten Zahnarzt und einem Meisterlabor.
Suprakonstruktion bei Parodontitis-Patienten
Patienten mit einer Vorgeschichte von Parodontitis benötigen besondere Aufmerksamkeit:
- Optimierte Hygienefähigkeit der Suprakonstruktion
- Regelmäßige professionelle Implantatreinigung
- Engmaschige Kontrollen (3-4x jährlich)
- Eventuell antibakterielle Beschichtungen
Suprakonstruktion bei Rauchern
Rauchen erhöht das Risiko für Komplikationen erheblich. Besondere Maßnahmen:
- Verlängerte Einheilzeit vor Belastung
- Verstärkte Kontrollen
- Idealerweise Rauchstopp vor und nach der Behandlung
- Eventuell robustere Materialwahl
Suprakonstruktion bei Diabetikern
Diabetes und Implantate erfordern besondere Vorsicht:
- Gut eingestellter Blutzucker (HbA1c < 7%)
- Verlängerte Einheilphasen
- Intensive Nachsorge
- Antibiotische Abschirmung bei Eingriffen
Pflege und Erhaltung der Suprakonstruktion
Die richtige Pflege ist entscheidend für die Langlebigkeit Ihrer Suprakonstruktion. Mit den richtigen Techniken und Hilfsmitteln können Sie die Haltbarkeit maximieren.
Tägliche Mundhygiene
Grundlegende Pflegeroutine:
- Zweimal täglich gründliches Zähneputzen (mindestens 2 Minuten)
- Verwendung einer weichen bis mittelharten Zahnbürste
- Fluoridhaltige Zahnpasta
- Einmal täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten
- Mundspülung mit antibakterieller Wirkung
Spezielle Hilfsmittel für Implantate:
- Spezielle Implantatbürsten mit weichen Borsten
- Superfloss (verstärkte Zahnseide) für Brücken
- Interdentalbürsten in passender Größe
- Munddusche zur Spülung schwer erreichbarer Stellen
- Zungenreiniger zur Reduktion der Bakterienlast
Professionelle Prophylaxe
Regelmäßige professionelle Reinigung ist bei Implantaten noch wichtiger als bei natürlichen Zähnen:
- Professionelle Zahnreinigung 3-4x jährlich empfohlen
- Spezielle Implantatreinigung mit Kunststoffinstrumenten
- Kontrolle der Implantatgesundheit
- Früherkennung von Periimplantitis
Viele Zahnzusatzversicherungen übernehmen die Kosten für professionelle Zahnreinigung bis zu 200 Euro pro Jahr.
Was Sie vermeiden sollten
Schädliche Gewohnheiten:
- Rauchen (erhöht Periimplantitis-Risiko um 200%)
- Harte Lebensmittel mit Implantaten knacken
- Zähneknirschen ohne Schutzschiene
- Nägel kauen oder Stifte beißen
- Verwendung von Zahnstochern (Verletzungsgefahr)
Warnsignale ernst nehmen
Kontaktieren Sie umgehend Ihren Zahnarzt bei:
- Blutungen am Implantat
- Schwellung oder Rötung
- Schmerzen oder Druckempfindlichkeit
- Lockerung der Suprakonstruktion
- Veränderung der Bisslage
- Unangenehmer Geschmack oder Geruch
Frühzeitige Intervention kann schwerwiegende Komplikationen verhindern und Ihre Suprakonstruktion langfristig erhalten.

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Alternative Versorgungskonzepte zur klassischen Suprakonstruktion
Neben der klassischen Einzelkrone oder Brücke auf Implantaten gibt es innovative Konzepte, die für bestimmte Situationen Vorteile bieten können.
Hybrid-Abutment-Kronen
Bei diesem Konzept werden Abutment und Krone aus einem Stück gefertigt – meist aus Zirkonoxid. Dies bietet mehrere Vorteile:
- Keine Mikrospalte zwischen Abutment und Krone
- Reduziertes Periimplantitis-Risiko
- Optimale Ästhetik
- Höhere Stabilität
Nachteil ist die eingeschränkte Reparierbarkeit – bei Problemen muss die gesamte Einheit erneuert werden.
CAD/CAM-gefertigte Suprakonstruktionen
Moderne digitale Zahnersatz-Technologie ermöglicht die computergestützte Planung und Fertigung:
- Digitaler Scan statt konventioneller Abformung
- Virtuelle Planung am Computer
- Präzise Fräsung aus Vollkeramikblöcken
- Teilweise Fertigstellung in einer Sitzung möglich
Schraubenretinierte vs. zementierte Versorgung
Ein neuerer Ansatz kombiniert die Vorteile beider Befestigungsarten durch spezielle Verschlussschrauben, die eine ästhetische Versiegelung ermöglichen, aber dennoch Reversibilität bieten.
Individualisierte Implantat-Abutment-Systeme
Statt standardisierter Komponenten werden zunehmend patientenindividuelle Lösungen eingesetzt:
- Individuelles Emergenzprofil für optimale Weichgewebsanlagerung
- Angepasste Winkelkorrektur
- Optimierte Ästhetik im Frontzahnbereich
- Verbesserte Hygienefähigkeit
Suprakonstruktion und Zahnzusatzversicherung
Die Kosten für eine hochwertige Suprakonstruktion können erheblich sein. Eine leistungsstarke Zahnzusatzversicherung ist daher für viele Patienten unverzichtbar.
Was gute Tarife leisten sollten
Achten Sie bei der Auswahl einer Zahnzusatzversicherung für Implantate auf folgende Leistungen:
- Implantatkörper: Mindestens 80-90% Erstattung
- Suprakonstruktion: Explizit im Tarif eingeschlossen
- Anzahl: Mindestens 2-4 Implantate pro Jahr versichert
- Knochenaufbau: Mitversichert (oft bis zu 1.000 Euro pro Maßnahme)
- Hochwertige Materialien: Vollkeramik ohne Einschränkung
- Abutments: Auch individuelle Abutments erstattet
Wartezeiten und Leistungsgrenzen beachten
Die meisten Tarife haben Einschränkungen in den ersten Jahren:
| Versicherungsjahr | Typische Leistungsgrenze | Erstattung bei 3.500 € Kosten |
|---|---|---|
| 1. Jahr | 1.000 Euro | 900 Euro (90% von 1.000) |
| 2. Jahr | 2.000 Euro | 1.800 Euro (90% von 2.000) |
| 3. Jahr | 3.000 Euro | 2.700 Euro (90% von 3.000) |
| 4. Jahr | 4.000 Euro | 3.150 Euro (90% von 3.500) |
| Ab 5. Jahr | Unbegrenzt | 3.150 Euro (90% von 3.500) |
Tarife ohne Wartezeit sind verfügbar, haben aber oft höhere Beiträge oder andere Einschränkungen.
Wann sollten Sie abschließen?
Der optimale Zeitpunkt für den Abschluss ist vor der Diagnose oder Empfehlung einer Implantatbehandlung. Sobald Ihr Zahnarzt eine Behandlung angeraten hat, gilt diese als “angeratene Behandlung” und ist vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zur angeratenen Behandlung.
Kostenbeispiel mit Versicherung
Szenario: Einzelzahnimplantat mit Vollkeramik-Suprakonstruktion
- Implantatinsertion: 1.500 Euro
- Abutment (Zirkonoxid): 600 Euro
- Suprakonstruktion (Vollkeramik): 1.400 Euro
- Gesamtkosten: 3.500 Euro
Ohne Versicherung:
- Kassenzuschuss: -550 Euro
- Ihr Eigenanteil: 2.950 Euro
Mit Zahnzusatzversicherung (90% Erstattung):
- Kassenzuschuss: -550 Euro
- Versicherungserstattung: -2.655 Euro (90% von 2.950)
- Ihr Eigenanteil: 295 Euro
Die Versicherung reduziert Ihren Eigenanteil in diesem Beispiel um über 2.600 Euro – bei typischen Monatsbeiträgen von 30-50 Euro amortisiert sich dies bereits nach wenigen Jahren.
Häufig gestellte Fragen zu Suprakonstruktion: Der Aufbau auf dem Zahnimplantat erklärt – Was ist eine Suprakonstruktion, Materialien, Kosten und Haltbarkeit
Was genau ist der Unterschied zwischen Implantat und Suprakonstruktion?
Das Implantat ist die künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik, die chirurgisch in den Kieferknochen eingebracht wird. Die Suprakonstruktion ist der darauf befestigte sichtbare Teil – die Krone, Brücke oder Prothese. Vereinfacht gesagt: Das Implantat ist das Fundament, die Suprakonstruktion ist das Haus darauf. Beide zusammen bilden erst den vollständigen Zahnersatz.
Wie lange hält eine Suprakonstruktion auf einem Implantat?
Bei guter Pflege und regelmäßigen Kontrollen hält eine hochwertige Suprakonstruktion durchschnittlich 15-25 Jahre. Vollkeramik-Kronen erreichen eine Überlebensrate von etwa 95% nach 10 Jahren und 90% nach 15 Jahren. Die Haltbarkeit hängt stark von Faktoren wie Mundhygiene, Material, Kaubelastung und individuellen Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, Bruxismus) ab. Das Implantat selbst hat oft eine noch längere Lebensdauer.
Was kostet eine Suprakonstruktion auf einem Implantat?
Die Kosten für eine Suprakonstruktion variieren je nach Material und Komplexität: Eine Metallkeramik-Krone kostet etwa 1.500-2.100 Euro (inkl. Abutment), eine hochwertige Vollkeramik-Krone 2.250-3.300 Euro. Dazu kommen die Kosten für das Implantat selbst (1.200-2.500 Euro). Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen befundbezogenen Festzuschuss von etwa 450-700 Euro. Eine Zahnzusatzversicherung kann 80-90% der Gesamtkosten übernehmen.
Welches Material ist für die Suprakonstruktion am besten?
Vollkeramik aus Zirkonoxid gilt als Goldstandard, besonders im sichtbaren Bereich. Es bietet optimale Ästhetik, hohe Festigkeit und beste Biokompatibilität. Metallkeramik ist eine bewährte, kostengünstigere Alternative für Seitenzähne. Gold-Kronen sind extrem langlebig, aber ästhetisch weniger ansprechend. Die Wahl hängt von der Position des Implantats, Ihrem Budget und ästhetischen Ansprüchen ab. Ihr Zahnarzt berät Sie individuell zur optimalen Materialwahl.
Ist eine verschraubte oder zementierte Suprakonstruktion besser?
Beide Befestigungsarten haben spezifische Vor- und Nachteile. Verschraubte Suprakonstruktionen sind reversibel und ermöglichen einfache Reparaturen, können aber ästhetisch durch den Schraubenkanal beeinträchtigt sein. Zementierte Kronen bieten optimale Ästhetik, sind aber schwerer zu entfernen. Im Frontzahnbereich wird oft zementiert, im Seitenzahnbereich und bei mehrgliedrigen Versorgungen häufiger verschraubt. Moderne Hybridlösungen kombinieren die Vorteile beider Methoden.
Kann die Suprakonstruktion ausgetauscht werden, ohne das Implantat zu entfernen?
Ja, das ist einer der großen Vorteile des modularen Implantataufbaus. Die Suprakonstruktion kann bei Bedarf erneuert werden, während das Implantat im Knochen verbleibt. Dies ist deutlich einfacher und kostengünstiger als die Erstversorgung. Gründe für einen Austausch können Materialermüdung, ästhetische Veränderungen, Passungsprobleme oder der Wunsch nach einer Verbesserung sein. Bei verschraubten Kronen ist der Austausch besonders unkompliziert.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Suprakonstruktion?
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen befundbezogenen Festzuschuss, der sich an der Regelversorgung orientiert – also dem, was Sie ohne Implantat als Standardversorgung erhalten würden. Bei einer Einzelzahnlücke beträgt dieser etwa 450-700 Euro (abhängig vom Bonusheft). Dieser Zuschuss gilt auch, wenn Sie sich für eine Implantatversorgung entscheiden. Die restlichen Kosten tragen Sie selbst oder Ihre Zahnzusatzversicherung übernimmt 80-90% davon.
Wie pflege ich eine Suprakonstruktion auf einem Implantat richtig?
Die Pflege ähnelt der natürlicher Zähne, erfordert aber besondere Aufmerksamkeit: Zweimal täglich gründlich putzen mit weicher Zahnbürste, einmal täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten verwenden, spezielle Implantatbürsten für schwer erreichbare Stellen nutzen. Professionelle Zahnreinigung 3-4x jährlich ist empfohlen. Vermeiden Sie harte Lebensmittel zu knacken, Rauchen und Zähneknirschen ohne Schutzschiene. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen alle 6 Monate sind unverzichtbar.
Wie lange dauert es, bis die Suprakonstruktion fertig ist?
Nach der Einheilphase des Implantats (2-6 Monate je nach Kiefer) dauert die Herstellung der Suprakonstruktion etwa 2-4 Wochen. Der Ablauf umfasst: Freilegung und Abutment-Setzung (1 Termin), Abformung und Farbbestimmung (1 Termin), Laborherstellung (1-3 Wochen), Einprobe und Anpassung (1-2 Termine), definitive Eingliederung (1 Termin). Bei digitaler Fertigung kann der Prozess manchmal beschleunigt werden. Hochästhetische Arbeiten benötigen mehr Zeit.
Welche Komplikationen können bei einer Suprakonstruktion auftreten?
Mögliche Komplikationen umfassen: Schraubenlockerung (5-10% in 10 Jahren), Keramikabplatzungen (3-5%), Zementitis bei zementierten Kronen (8-12%), Periimplantitis durch Entzündung (10-15%), ästhetische Probleme oder Passungsungenauigkeiten (2-5%). Die meisten Komplikationen sind behandelbar, ohne das Implantat zu entfernen. Regelmäßige Kontrollen und gute Mundhygiene reduzieren das Risiko erheblich. Bei Warnsignalen wie Blutungen, Schwellungen oder Lockerung sollten Sie umgehend Ihren Zahnarzt kontaktieren.
Fazit: Die Suprakonstruktion als entscheidender Faktor für den Implantaterfolg
Die Suprakonstruktion ist weit mehr als nur die “Krone auf dem Implantat” – sie ist das funktionelle und ästhetische Herzstück Ihrer Implantatversorgung. Während das Implantat selbst als Fundament dient, bestimmt die Suprakonstruktion maßgeblich, wie natürlich Ihr neuer Zahn aussieht, wie gut er funktioniert und wie lange er hält.
Die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:
- Eine hochwertige Suprakonstruktion aus Vollkeramik bietet optimale Ästhetik und Haltbarkeit von 15-25 Jahren
- Die Kosten liegen zwischen 1.500 und 3.500 Euro pro Zahn, abhängig von Material und Komplexität
- Moderne Befestigungsmethoden (verschraubt oder zementiert) haben jeweils spezifische Vor- und Nachteile
- Regelmäßige Pflege und professionelle Kontrollen sind entscheidend für den Langzeiterfolg
- Eine leistungsstarke Zahnzusatzversicherung kann Ihren Eigenanteil um bis zu 90% reduzieren
Die Investition in eine hochwertige Suprakonstruktion lohnt sich langfristig. Sie erhalten nicht nur einen funktionellen Zahnersatz, sondern gewinnen Lebensqualität, Selbstbewusstsein und die Freiheit, unbeschwert zu lachen und zu essen.
Planen Sie eine Implantatversorgung? Lassen Sie sich umfassend beraten – sowohl zur optimalen Versorgung als auch zur finanziellen Absicherung. Mit der richtigen Planung, einem erfahrenen Behandlungsteam und einer passenden Zahnzusatzversicherung wird Ihre Suprakonstruktion zu einer Investition, die sich über Jahrzehnte auszahlt.

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Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über Suprakonstruktionen auf Zahnimplantaten und ersetzt keine individuelle zahnmedizinische Beratung. Die genannten Kosten sind Durchschnittswerte und können je nach Region, Zahnarzt und individueller Situation variieren. Behandlungsentscheidungen sollten immer in Absprache mit Ihrem Zahnarzt getroffen werden. Die Informationen zu Versicherungsleistungen sind allgemein gehalten – prüfen Sie die konkreten Bedingungen Ihres Tarifs. Stand: 2025


