Keramikkrone oder Metallkrone: Welches Material ist die richtige Wahl für Sie?
Die Entscheidung zwischen einer Keramikkrone und einer Metallkrone gehört zu den wichtigsten Weichenstellungen bei hochwertigem Zahnersatz. Wenn Ihr Zahnarzt eine Überkronung empfiehlt, stehen Sie vor der Frage: Soll ich mich für eine ästhetische Vollkeramik-Krone entscheiden oder bietet eine Metallkrone die bessere Lösung? Diese Entscheidung beeinflusst nicht nur die Optik Ihres Lächelns, sondern auch die Haltbarkeit, Verträglichkeit und letztlich die Kosten Ihrer Behandlung. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über die verschiedenen Kronenarten, deren Material-Unterschiede, Vor- und Nachteile sowie die zu erwartenden Kosten. Wir helfen Ihnen, eine fundierte Entscheidung zu treffen, die perfekt zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt.
Grundlagen: Was sind Zahnkronen und wann werden sie benötigt?
Eine Zahnkrone ist eine künstliche Überkronung, die einen beschädigten natürlichen Zahn vollständig umhüllt und schützt. Sie stellt sowohl die Funktion als auch die Form des Zahnes wieder her. Zahnärzte empfehlen Kronen in verschiedenen Situationen:
- Bei großflächigen Defekten durch Karies, die nicht mehr mit Füllungen versorgt werden können
- Nach einer Wurzelbehandlung, wenn der Zahn geschwächt ist
- Bei abgebrochenen Zähnen mit substanziellem Zahnverlust
- Zur Verankerung von Zahnbrücken
- Bei starker Abnutzung oder Erosion der Zahnsubstanz
- Aus ästhetischen Gründen bei verfärbten oder fehlgeformten Zähnen
Die Wahl des Kronenmaterials hängt von mehreren Faktoren ab: der Position des Zahnes im Gebiss, den funktionellen Anforderungen, Ihren ästhetischen Wünschen und nicht zuletzt vom Budget. Während im Frontzahnbereich die Ästhetik im Vordergrund steht, sind im Seitenzahnbereich vor allem Stabilität und Belastbarkeit entscheidend.
Die Anatomie einer Zahnkrone
Eine Zahnkrone besteht aus mehreren Komponenten: Der präparierte natürliche Zahnstumpf bildet das Fundament. Darauf wird die künstliche Krone mit speziellem Zahnzement befestigt. Je nach Material und Technik kann die Krone einschichtig (monolithisch) oder mehrschichtig aufgebaut sein. Bei Metallkeramikkronen beispielsweise bildet ein Metallgerüst die Basis, das mit zahnfarbener Keramik verblendet wird.
| Indikation | Bevorzugtes Material | Grund |
|---|---|---|
| Frontzähne | Vollkeramik | Höchste Ästhetik, natürliche Lichtdurchlässigkeit |
| Backenzähne | Zirkon oder Metall | Hohe Kaukraft-Belastung, Stabilität wichtiger als Ästhetik |
| Nach Wurzelbehandlung | Vollkeramik oder Metallkeramik | Schutz des geschwächten Zahnes |
| Brückenanker | Zirkon oder Metallkeramik | Hohe mechanische Belastung |

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Keramikkronen: Ästhetik trifft auf moderne Zahnmedizin
Keramikkronen haben in den letzten Jahren einen enormen Qualitätssprung erlebt und gelten heute als Gold-Standard für ästhetischen Zahnersatz. Der Begriff “Keramikkrone” umfasst verschiedene Materialien und Technologien, die jeweils spezifische Eigenschaften aufweisen.
Vollkeramik-Kronen: Die verschiedenen Typen im Überblick
Bei Vollkeramik-Kronen besteht die gesamte Krone aus keramischem Material – ohne Metallgerüst. Dies ermöglicht eine besonders natürliche Ästhetik, da Keramik ähnliche optische Eigenschaften wie natürlicher Zahnschmelz besitzt. Es gibt verschiedene Keramik-Systeme:
E-Max Kronen (Lithium-Disilikat-Keramik): Diese Kronen zeichnen sich durch hervorragende ästhetische Eigenschaften und gute Festigkeit aus. E-Max Kronen eignen sich besonders für den Frontzahnbereich und für Einzelkronen im Seitenzahnbereich. Mit einer Biegefestigkeit von etwa 400 MPa bieten sie eine gute Balance zwischen Ästhetik und Stabilität. Die Transluzenz des Materials ermöglicht eine natürliche Lichtdurchlässigkeit, die kaum von echten Zähnen zu unterscheiden ist.
Zirkonkronen (Zirkoniumdioxid): Zirkon gilt als das stabilste keramische Material in der Zahnmedizin. Mit einer Biegefestigkeit von über 900 MPa übertrifft Zirkon sogar viele Metalllegierungen. Moderne Zirkonkronen der neuesten Generation kombinieren hohe Festigkeit mit verbesserter Transluzenz und sind daher auch für den sichtbaren Bereich geeignet. Besonders für Brücken und mehrgliedrige Versorgungen ist Zirkon das Material der Wahl.
Feldspatkeramik: Diese klassische Keramik bietet die höchste Ästhetik, ist jedoch mechanisch weniger belastbar. Sie wird heute vorwiegend für Veneers und kleine Restaurationen im Frontzahnbereich eingesetzt, weniger für vollständige Kronen.
Vorteile von Keramikkronen
- Natürliche Ästhetik: Keramik reflektiert Licht ähnlich wie natürlicher Zahnschmelz und ist farblich perfekt anpassbar
- Biokompatibilität: Hervorragende Verträglichkeit, keine allergischen Reaktionen
- Kein dunkler Kronenrand: Auch bei Zahnfleischrückgang bleibt die Krone ästhetisch
- Geringe Wärmeleitfähigkeit: Keine Temperaturempfindlichkeit bei heißen oder kalten Speisen
- Plaqueresistenz: Glatte Oberfläche verhindert bakterielle Anlagerungen
- Langfristige Farbstabilität: Keine Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Nikotin
Nachteile und Einschränkungen
Trotz aller Vorteile haben Keramikkronen auch einige Limitationen. Die Sprödigkeit des Materials kann bei extremer Belastung zu Rissen oder Brüchen führen, insbesondere bei Patienten mit starkem nächtlichen Zähneknirschen (Bruxismus). Zudem sind die Keramikkrone Kosten deutlich höher als bei metallbasierten Alternativen. Eine Vollkeramik-Krone kostet zwischen 700 und 1.200 Euro, während die gesetzliche Krankenkasse nur etwa 150-200 Euro als Festzuschuss übernimmt.
| Keramik-Typ | Biegefestigkeit | Ästhetik | Beste Anwendung | Kosten (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| E-Max (Lithium-Disilikat) | 400 MPa | Sehr hoch | Front- und Seitenzähne | 700-1.000 € |
| Zirkonoxid | 900-1.200 MPa | Hoch bis sehr hoch | Alle Bereiche, Brücken | 800-1.200 € |
| Feldspatkeramik | 100-150 MPa | Höchste | Frontzähne, Veneers | 600-900 € |
Metallkronen: Bewährte Stabilität und Langlebigkeit
Metallkronen haben eine lange Tradition in der Zahnmedizin und werden seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Der Begriff umfasst verschiedene Metalllegierungen, die jeweils spezifische Eigenschaften mitbringen.
Arten von Metallkronen und ihre Eigenschaften
Goldkronen und Goldlegierungen: Gold gilt als eines der besten Materialien für Zahnersatz. Goldkrone Vorteile liegen in der hervorragenden Biokompatibilität, der präzisen Passform und der außergewöhnlichen Haltbarkeit. Goldlegierungen (meist mit Platin, Palladium oder Silber) sind sehr duktil, was eine exakte Anpassung an den präparierten Zahnstumpf ermöglicht. Die Abriebfestigkeit ist ausgezeichnet, gleichzeitig schonen Goldkronen die gegenüberliegenden Zähne. Allerdings ist die goldene Farbe im sichtbaren Bereich ästhetisch nicht akzeptabel, weshalb sie heute fast ausschließlich im nicht-sichtbaren Seitenzahnbereich verwendet werden.
Nichtedelmetall-Legierungen (NEM): Diese kostengünstigeren Legierungen bestehen hauptsächlich aus Kobalt-Chrom oder Nickel-Chrom. Sie bieten hohe Festigkeit und sind deutlich preiswerter als Edelmetalle. Allerdings können Nickel-haltige Legierungen bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen. Moderne NEM-Legierungen sind jedoch zunehmend nickelfrei.
Metallkeramikkronen (VMK-Kronen): Diese Hybridlösung kombiniert die Stabilität eines Metallgerüsts mit der Ästhetik einer Keramikverblendung. Das Metallgerüst (aus Gold- oder NEM-Legierung) sorgt für Festigkeit, während die aufgebrannte Keramikschicht eine zahnfarbene Optik ermöglicht. Metallkeramikkronen galten lange als Standard-Versorgung und werden von der gesetzlichen Krankenkasse im Front- und Seitenzahnbereich als Regelversorgung bezuschusst.
Vorteile von Metallkronen
- Außergewöhnliche Haltbarkeit: Metallkrone Haltbarkeit liegt bei 20-30 Jahren, teilweise sogar darüber
- Hohe Belastbarkeit: Ideal für Patienten mit starkem Kaudruck oder Bruxismus
- Präzise Passform: Besonders bei Goldlegierungen extrem genau
- Geringer Materialabtrag: Dünnere Wandstärken möglich, mehr Zahnsubstanz bleibt erhalten
- Kosteneffizienz: Deutlich günstiger als Vollkeramik-Lösungen
- Bewährte Technologie: Jahrzehntelange klinische Erfahrung
Nachteile von Metallkronen
Der größte Nachteil von Vollmetallkronen ist die fehlende Ästhetik – die metallische Farbe ist im sichtbaren Bereich nicht akzeptabel. Bei Metallkeramikkronen kann der dunkle Kronenrand problematisch werden, besonders wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht. Das Metallgerüst kann dann als dunkle Linie sichtbar werden. Zudem besteht bei nickelhaltigen Legierungen ein Allergierisiko. Die Wärmeleitfähigkeit von Metall kann zu Temperaturempfindlichkeit führen, was manche Patienten als unangenehm empfinden.
| Metall-Typ | Hauptbestandteile | Vorteile | Nachteile | Kosten (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Goldlegierung | Gold, Platin, Palladium | Beste Biokompatibilität, perfekte Passform | Hoher Preis, sichtbare Farbe | 700-1.000 € |
| NEM-Legierung | Kobalt-Chrom | Kostengünstig, hohe Festigkeit | Mögliche Allergien, Ästhetik | 300-500 € |
| Metallkeramik (VMK) | Metall + Keramik | Gute Ästhetik, bewährt | Dunkler Kronenrand möglich | 400-700 € |

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Der direkte Kronenarten Vergleich: Keramik vs. Metall
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, vergleichen wir nun die wichtigsten Kriterien direkt miteinander. Dieser Kronenarten Vergleich berücksichtigt alle relevanten Aspekte, die für Ihre Entscheidung wichtig sind.
Ästhetik und natürliches Aussehen
Bei der Ästhetik sind Vollkeramik-Kronen unschlagbar. Sie bieten die natürlichste Optik, da sie Licht ähnlich wie echter Zahnschmelz reflektieren und brechen. Die Transluzenz moderner Keramiken ermöglicht es, die individuelle Zahnfarbe perfekt nachzubilden – inklusive Farbverläufen und Charakterisierungen. Selbst bei genauester Betrachtung sind hochwertige Keramikkronen kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden.
Metallkeramikkronen bieten eine gute, aber nicht perfekte Ästhetik. Die Keramikverblendung kann zwar zahnfarben gestaltet werden, jedoch fehlt die natürliche Lichtdurchlässigkeit aufgrund des opaken Metallgerüsts. Besonders kritisch ist der Übergang zum Zahnfleisch: Bei Zahnfleischrückgang kann der dunkle Metallrand sichtbar werden, was ästhetisch störend wirkt.
Vollmetallkronen sind ästhetisch nur im nicht-sichtbaren Bereich akzeptabel. Im Frontzahnbereich kommen sie heute praktisch nicht mehr zum Einsatz.
Stabilität und mechanische Belastbarkeit
Bei der mechanischen Belastbarkeit haben Metallkronen – insbesondere aus Goldlegierungen – traditionell die Nase vorn. Sie halten extremen Kaukräften stand und sind praktisch unzerbrechlich. Moderne Zirkonkronen haben jedoch aufgeholt: Mit Biegefestigkeiten über 900 MPa sind sie mittlerweile genauso stabil wie viele Metalllegierungen und können auch in hochbelasteten Bereichen eingesetzt werden.
E-Max Kronen sind etwas weniger belastbar als Zirkon, bieten aber für normale Kaubedingungen ausreichende Stabilität. Lediglich bei extremem Bruxismus oder sehr hohen Kaukräften sollte die Materialwahl sorgfältig abgewogen werden.
Haltbarkeit und Lebensdauer
Die Metallkrone Haltbarkeit ist legendär: 20-30 Jahre sind keine Seltenheit, bei guter Pflege und regelmäßiger Kontrolle können Goldkronen sogar noch länger halten. Keramikkronen erreichen heute ebenfalls beeindruckende Liegezeiten von 15-25 Jahren. Moderne Zirkonkronen zeigen in Langzeitstudien Erfolgsraten von über 95% nach 10 Jahren.
Die tatsächliche Haltbarkeit hängt jedoch von vielen Faktoren ab: der Qualität der Verarbeitung, der Mundhygiene des Patienten, der Kaufunktion und möglichen Parafunktionen wie Zähneknirschen. Bei beiden Materialien gilt: Eine präzise Passform und professionelle Verarbeitung im Zahnlabor sind entscheidend für die Langlebigkeit.
Biokompatibilität und Verträglichkeit
Keramik ist biologisch absolut inert und löst keine allergischen Reaktionen aus. Die Gewebeverträglichkeit ist hervorragend, das Zahnfleisch liegt optimal an. Keramikoberflächen sind sehr glatt und bieten Bakterien kaum Anhaftungsmöglichkeiten, was die Mundhygiene erleichtert und Entzündungen vorbeugt.
Bei Metallkronen hängt die Verträglichkeit vom verwendeten Material ab. Goldlegierungen sind biokompatibel und werden sehr gut toleriert. Nickelhaltige NEM-Legierungen können bei sensiblen Personen allergische Reaktionen auslösen. Etwa 10-15% der Bevölkerung reagieren allergisch auf Nickel. Moderne nickelfreie Legierungen haben dieses Problem weitgehend gelöst.
Substanzabtrag und Zahnschonung
Ein oft übersehener Aspekt ist der notwendige Substanzabtrag bei der Kronenpräparation. Metallkronen können aufgrund ihrer hohen Festigkeit sehr dünnwandig gestaltet werden (0,3-0,5 mm). Dies ermöglicht einen geringeren Abtrag der natürlichen Zahnsubstanz.
Keramikkronen benötigen etwas dickere Wandstärken (0,8-1,5 mm), um ausreichende Stabilität zu gewährleisten. Dies bedeutet, dass mehr natürliche Zahnsubstanz abgetragen werden muss. Moderne Präparationstechniken und hochfeste Keramiken wie Zirkon reduzieren diesen Unterschied jedoch zunehmend.
| Kriterium | Vollkeramik | Metallkeramik | Vollmetall (Gold) |
|---|---|---|---|
| Ästhetik | ⭐⭐⭐⭐⭐ Exzellent | ⭐⭐⭐⭐ Sehr gut | ⭐ Schlecht (sichtbar) |
| Stabilität | ⭐⭐⭐⭐⭐ Sehr hoch (Zirkon) | ⭐⭐⭐⭐⭐ Sehr hoch | ⭐⭐⭐⭐⭐ Maximal |
| Haltbarkeit | ⭐⭐⭐⭐ 15-25 Jahre | ⭐⭐⭐⭐⭐ 20-30 Jahre | ⭐⭐⭐⭐⭐ 20-40 Jahre |
| Biokompatibilität | ⭐⭐⭐⭐⭐ Perfekt | ⭐⭐⭐⭐ Gut (außer Nickel) | ⭐⭐⭐⭐⭐ Exzellent |
| Substanzschonung | ⭐⭐⭐ Mittel | ⭐⭐⭐⭐ Gut | ⭐⭐⭐⭐⭐ Sehr gut |
| Kosten | ⭐⭐ 700-1.200 € | ⭐⭐⭐ 400-700 € | ⭐⭐ 700-1.000 € |
Krone Material Unterschiede: Technische Details im Überblick
Um die Krone Material Unterschiede vollständig zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die technischen und materialtechnischen Details. Diese Eigenschaften bestimmen letztlich das Verhalten der Krone im Mund und ihre Langzeitprognose.
Mechanische Eigenschaften im Detail
Die Biegefestigkeit gibt an, welche Kraft ein Material aushält, bevor es bricht. Zirkonoxid erreicht Werte von 900-1.200 MPa und übertrifft damit sogar viele Metalllegierungen. E-Max Lithium-Disilikat liegt bei etwa 400 MPa, was für die meisten Anwendungen ausreichend ist. Zum Vergleich: Natürlicher Zahnschmelz hat eine Härte von etwa 300-400 HV (Vickers-Härte).
Die Bruchzähigkeit beschreibt die Widerstandsfähigkeit gegen Rissausbreitung. Hier haben Metalle einen Vorteil: Sie verformen sich plastisch, bevor sie brechen, während Keramiken spröde sind und bei Überlastung plötzlich versagen können. Moderne Hochleistungskeramiken wie teilstabilisiertes Zirkonoxid haben jedoch auch hier deutlich aufgeholt.
Thermische Eigenschaften
Die Wärmeleitfähigkeit unterscheidet sich erheblich: Metalle leiten Wärme sehr gut (Gold: 318 W/m·K), was zu Temperaturempfindlichkeit führen kann. Keramik ist ein schlechter Wärmeleiter (Zirkon: 2-3 W/m·K), ähnlich wie natürlicher Zahnschmelz. Dies bedeutet weniger Empfindlichkeit bei heißen oder kalten Speisen.
Der thermische Ausdehnungskoeffizient sollte möglichst nah am natürlichen Zahn liegen, um Spannungen zu vermeiden. Moderne Keramiken sind hier optimal angepasst, während Metalle stärker expandieren.
Optische Eigenschaften
Die Lichtdurchlässigkeit (Transluzenz) ist entscheidend für die Ästhetik. Natürlicher Zahnschmelz lässt etwa 30-40% des Lichts durch. Moderne E-Max Keramiken erreichen ähnliche Werte, während hochfeste Zirkonkeramiken früher sehr opak waren. Neue transluzente Zirkon-Generationen haben die Lichtdurchlässigkeit deutlich verbessert, ohne die Festigkeit zu opfern.
Der Brechungsindex bestimmt, wie natürlich das Material wirkt. Keramik liegt hier näher am natürlichen Zahn als Metall, was die überlegene Ästhetik erklärt.
Chemische Stabilität und Alterung
Keramiken sind chemisch extrem stabil und verändern sich über Jahrzehnte nicht. Sie verfärben sich nicht durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Nikotin. Metalllegierungen können unter bestimmten Bedingungen korrodieren, wobei Edelmetalle wie Gold praktisch korrosionsfrei sind. NEM-Legierungen können bei ungünstigen pH-Werten im Mund minimale Metallionen freisetzen.
| Eigenschaft | Zirkonoxid | E-Max | Goldlegierung | NEM-Legierung |
|---|---|---|---|---|
| Biegefestigkeit | 900-1.200 MPa | 400 MPa | 400-600 MPa | 500-800 MPa |
| Wärmeleitfähigkeit | 2-3 W/m·K | 1,5 W/m·K | 318 W/m·K | 80-100 W/m·K |
| Transluzenz | Mittel-hoch | Sehr hoch | Keine | Keine |
| Dichte | 6,0 g/cm³ | 2,5 g/cm³ | 15-19 g/cm³ | 8-9 g/cm³ |
| Allergierisiko | Keins | Keins | Minimal | Möglich (Nickel) |

Erfahren Sie, wie Sie auch bei hochwertigen Keramikkronen Ihre Eigenkosten minimieren können
Kosten im Vergleich: Was kostet welche Krone?
Die Keramikkrone Kosten und die Preise für Metallkronen unterscheiden sich erheblich. Diese Unterschiede resultieren aus den Materialkosten, dem Herstellungsaufwand und der technischen Komplexität. Verstehen Sie die Kostenstruktur, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Kostenaufstellung nach Kronentyp
Die Gesamtkosten einer Zahnkrone setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: dem Zahnarzthonorar für die Präparation und Eingliederung, den Laborkosten für die Herstellung und den Materialkosten. Hinzu kommen Kosten für Abformungen, Provisorien und eventuell notwendige Vorbehandlungen.
Vollkeramikkronen (E-Max): Die Kosten liegen zwischen 700 und 1.000 Euro pro Krone. Im Frontzahnbereich können bei besonders hohen ästhetischen Ansprüchen auch 1.200 Euro erreicht werden. Die höheren Kosten resultieren aus dem aufwendigen Herstellungsprozess und den teureren Materialien.
Zirkonkronen: Mit 800 bis 1.200 Euro sind Zirkonkronen die teuerste Variante. Die Herstellung erfolgt meist im CAD/CAM-Verfahren, was hohe Investitionskosten für das Labor bedeutet. Dafür erhalten Sie jedoch höchste Präzision und Passgenauigkeit.
Metallkeramikkronen: Diese kosten zwischen 400 und 700 Euro, je nachdem ob ein Edelmetall- oder NEM-Gerüst verwendet wird. Sie stellen einen guten Kompromiss zwischen Kosten und Qualität dar.
Vollgoldkronen: Trotz des Goldpreises liegen die Kosten mit 700-1.000 Euro oft niedriger als bei Vollkeramik, da die Herstellung weniger aufwendig ist. Der Goldpreis schwankt jedoch, was die Kosten beeinflusst.
NEM-Kronen: Die günstigste Variante kostet 300-500 Euro. Diese Kronen werden meist im nicht-sichtbaren Bereich eingesetzt, wo Ästhetik eine untergeordnete Rolle spielt.
Kassenleistung und Festzuschüsse
Die gesetzliche Krankenkasse gewährt befundbezogene Festzuschüsse, die unabhängig von der gewählten Versorgung sind. Der Festzuschuss deckt 60% der Regelversorgung ab (bei vollständigem Bonusheft 70%, bei 10 Jahren lückenloser Vorsorge 75%).
Für einen Backenzahn beträgt der Festzuschuss etwa 150-200 Euro, für einen Frontzahn 200-250 Euro. Die Regelversorgung sieht im Seitenzahnbereich eine Metallkrone vor, im Frontzahnbereich eine Metallkeramikkrone. Wenn Sie sich für eine hochwertigere Versorgung entscheiden, zahlen Sie die Differenz als Eigenanteil.
Beispielrechnung für einen Backenzahn mit Vollkeramikkrone:
- Gesamtkosten Vollkeramikkrone: 900 Euro
- Festzuschuss der Kasse (60%): 180 Euro
- Ihr Eigenanteil: 720 Euro
Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie diesen Eigenanteil deutlich reduzieren. Hochwertige Tarife erstatten 80-90% der Gesamtkosten, sodass Ihr Eigenanteil auf 90-180 Euro sinkt.
Kostenfaktoren und Einsparpotenziale
Mehrere Faktoren beeinflussen die endgültigen Zahnarzt-Kosten:
- Zahnarzthonorar: Variiert je nach Region und Praxis
- Laborstandort: Deutsche Labore sind teurer als ausländische
- Komplexität: Aufwendige Farbgestaltung erhöht die Kosten
- Vorbehandlungen: Notwendige Wurzelbehandlungen oder Stiftaufbauten kommen hinzu
- Anzahl der Kronen: Bei mehreren Kronen gibt es oft Mengenrabatte
Einsparpotenziale ergeben sich durch:
- Vergleich mehrerer Heil- und Kostenpläne
- Nutzung des Bonushefts für höhere Festzuschüsse
- Abschluss einer Zahnzusatzversicherung (vor Behandlungsbeginn)
- Verhandlungen über Laborkosten mit dem Zahnarzt
| Kronentyp | Gesamtkosten | Festzuschuss (60%) | Eigenanteil ohne Zusatz | Eigenanteil mit Zusatz (90%) |
|---|---|---|---|---|
| NEM-Krone | 400 € | 180 € | 220 € | 40 € |
| Metallkeramik | 600 € | 180 € | 420 € | 60 € |
| Goldkrone | 850 € | 180 € | 670 € | 85 € |
| E-Max Keramik | 900 € | 180 € | 720 € | 90 € |
| Zirkonkrone | 1.100 € | 180 € | 920 € | 110 € |
Entscheidungshilfe: Welche Krone passt zu welcher Situation?
Die Wahl des optimalen Kronenmaterials hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab. Es gibt keine universell “beste” Krone – entscheidend ist, was zu Ihrer spezifischen Situation passt.
Nach Zahnposition entscheiden
Frontzähne (Schneidezähne und Eckzähne): Hier ist Ästhetik das wichtigste Kriterium. Vollkeramikkronen aus E-Max oder transluzentem Zirkon sind die erste Wahl. Sie bieten die natürlichste Optik und fügen sich perfekt in Ihr Lächeln ein. Die mechanische Belastung ist im Frontzahnbereich geringer, sodass die etwas niedrigere Festigkeit von E-Max kein Problem darstellt.
Prämolaren (kleine Backenzähne): Diese Übergangszone erfordert einen Kompromiss zwischen Ästhetik und Stabilität. Sowohl E-Max als auch Zirkonkronen sind geeignet. Wenn Sie beim Lachen diese Zähne zeigen, sollten Sie Vollkeramik bevorzugen. Bei geringer Sichtbarkeit kann auch eine hochwertige Metallkeramikkrone eine gute Wahl sein.
Molaren (große Backenzähne): Hier herrschen die höchsten Kaukräfte. Zirkonkronen sind aufgrund ihrer überragenden Festigkeit ideal. Alternativ können Goldkronen oder hochwertige Metallkeramikkronen verwendet werden. Die Ästhetik ist hier weniger kritisch, da diese Zähne beim normalen Lächeln nicht sichtbar sind.
Nach individuellen Faktoren entscheiden
Bei Bruxismus (Zähneknirschen): Wenn Sie nachts mit den Zähnen knirschen oder pressen, sind extrem stabile Materialien notwendig. Zirkonkronen oder Goldkronen sind hier die beste Wahl. E-Max kann bei extremem Bruxismus zu Rissen oder Abplatzungen neigen. Zusätzlich sollten Sie eine Aufbissschiene tragen, um Ihre Kronen zu schützen.
Bei Allergien und Unverträglichkeiten: Wenn Sie auf Metalle allergisch reagieren oder Bedenken haben, sind Vollkeramikkronen die sichere Wahl. Sie sind absolut biokompatibel und lösen keine allergischen Reaktionen aus. Bei bekannter Nickelallergie müssen Sie Metallkeramikkronen mit NEM-Gerüst unbedingt vermeiden.
Bei begrenztem Budget: Wenn Kosten eine wichtige Rolle spielen, können Sie differenziert vorgehen: Im sichtbaren Frontzahnbereich in hochwertige Vollkeramik investieren, im nicht-sichtbaren Seitenzahnbereich kostengünstigere Metallkeramik oder NEM-Kronen wählen. Eine Zahnzusatzversicherung sollten Sie in Betracht ziehen, um zukünftige Behandlungen besser abzusichern.
Bei hohen ästhetischen Ansprüchen: Für ein perfektes, natürliches Lächeln führt kein Weg an Vollkeramik vorbei. E-Max Kronen im Frontzahnbereich und Zirkonkronen im Seitenzahnbereich bieten die beste Kombination aus Ästhetik und Funktion.
Nach Behandlungssituation entscheiden
Nach Wurzelbehandlung: Wurzelbehandelte Zähne sind geschwächt und benötigen besonderen Schutz. Eine vollständige Überkronung ist meist notwendig. Sowohl Keramik als auch Metallkronen sind geeignet. Die Wahl hängt von der Position und Ihren Prioritäten ab. Mehr Informationen zur Wurzelbehandlung finden Sie in unserem Ratgeber.
Als Brückenanker: Wenn die Krone eine Zahnbrücke tragen soll, sind besonders stabile Materialien erforderlich. Zirkonkronen oder Metallkeramikkronen sind hier die bevorzugte Wahl. Die zusätzliche Belastung durch das Brückenglied erfordert maximale Stabilität.
Bei stark zerstörten Zähnen: Wenn nur noch wenig Zahnsubstanz vorhanden ist, kann ein Stiftaufbau notwendig sein. In solchen Fällen sind Kronen mit dünnen Wandstärken vorteilhaft, um möglichst viel Substanz zu erhalten. Metallkronen haben hier einen Vorteil.
Herstellungsprozess: Vom Abdruck zur fertigen Krone
Der Weg zur fertigen Zahnkrone umfasst mehrere präzise Arbeitsschritte. Das Verständnis des Herstellungsprozesses hilft Ihnen, die Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Kronen besser einzuschätzen.
Traditionelle Herstellung
Bei der klassischen Methode nimmt Ihr Zahnarzt zunächst einen Abdruck Ihres präparierten Zahnes mit Abformmasse. Dieser Abdruck wird an ein Dentallabor geschickt, wo ein Gipsmodell erstellt wird. Der Zahntechniker fertigt darauf die Krone in Handarbeit an.
Bei Metallkronen wird zunächst ein Wachsmodell erstellt, das dann im Gussverfahren in Metall überführt wird (Lost-Wax-Technik). Bei Metallkeramikkronen wird auf das Metallgerüst Schicht für Schicht Keramik aufgebrannt und im Ofen gesintert. Dieser Prozess erfordert höchste Präzision und handwerkliches Geschick.
Vollkeramikkronen können traditionell durch Pressen oder Schichten hergestellt werden. Beim Pressverfahren wird Keramik unter hohem Druck und Temperatur in eine Form gepresst. Beim Schichtverfahren trägt der Techniker die Keramik manuell auf, was höchste Individualisierung ermöglicht.
Moderne CAD/CAM-Technologie
Die digitale Herstellung revolutioniert die Kronenproduktion. Ihr Zahnarzt erstellt einen digitalen Scan Ihres Gebisses mit einem Intraoralscanner – kein unangenehmer Abdruck mehr nötig. Die Daten werden digital an das Labor übermittelt oder direkt in der Praxis verarbeitet.
Am Computer wird die Krone dreidimensional konstruiert (CAD = Computer Aided Design). Dabei werden alle anatomischen Details berücksichtigt: die Kaufläche, die Kontaktpunkte zu den Nachbarzähnen und die optimale Form für das Zahnfleisch. Eine Software berechnet automatisch die ideale Geometrie.
Anschließend wird die Krone aus einem Keramikblock gefräst (CAM = Computer Aided Manufacturing). Hochpräzise Fräsmaschinen arbeiten die Krone aus einem vorgefertigten Zirkon- oder Keramikblock heraus. Die Präzision liegt im Mikrometerbereich. Bei Zirkonkronen folgt noch ein Sinterprozess im Ofen, bei dem das Material seine endgültige Festigkeit erhält.
Chairside-Verfahren: Krone in einer Sitzung
Einige Zahnarztpraxen verfügen über eigene CAD/CAM-Systeme (z.B. CEREC). Damit können Kronen direkt in der Praxis hergestellt werden – oft in nur einer Sitzung. Nach dem digitalen Scan und der computergestützten Konstruktion wird die Krone direkt vor Ort gefräst, gesintert und eingesetzt. Sie verlassen die Praxis mit der fertigen Krone, kein Provisorium notwendig.
Dieses Verfahren eignet sich besonders für Einzelkronen aus E-Max oder Zirkon. Bei komplexen ästhetischen Anforderungen im Frontzahnbereich ist die manuelle Individualisierung durch einen Zahntechniker jedoch oft überlegen.
Qualitätskriterien bei der Herstellung
Unabhängig vom Herstellungsverfahren sind folgende Qualitätsmerkmale entscheidend:
- Passung: Die Krone muss präzise auf dem Zahnstumpf sitzen, der Randspalt sollte unter 50 Mikrometer liegen
- Kontaktpunkte: Optimaler Kontakt zu den Nachbarzähnen verhindert Zahnwanderung und Zahnfleischprobleme
- Okklusion: Die Kaufläche muss perfekt in die Bisssituation passen, keine Über- oder Unterkontakte
- Anatomie: Natürliche Formgebung mit Höckern, Grübchen und Fissuren
- Ästhetik: Farbliche Anpassung an die Nachbarzähne mit Berücksichtigung von Farbverläufen

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Pflege und Nachsorge: So halten Ihre Kronen lange
Die Lebensdauer Ihrer Krone hängt wesentlich von der richtigen Pflege ab. Sowohl Keramik- als auch Metallkronen benötigen sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen.
Tägliche Mundhygiene
Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Kronen selbst können keine Karies bekommen, aber der darunter liegende Zahnstumpf ist anfällig – besonders am Kronenrand. Verwenden Sie eine weiche bis mittelharte Zahnbürste und putzen Sie mit sanften, kreisenden Bewegungen.
Die Zahnzwischenräume sind besonders wichtig. Benutzen Sie täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten, um Speisereste und Plaque zwischen den Zähnen zu entfernen. Bei Kronen ist die Reinigung der Zwischenräume noch wichtiger als bei natürlichen Zähnen, da sich hier leicht Bakterien ansammeln können.
Mundspülungen mit antibakteriellen Wirkstoffen können die Mundhygiene ergänzen, ersetzen aber nicht das mechanische Putzen. Achten Sie auf eine sanfte Formulierung, die das Zahnfleisch nicht reizt.
Professionelle Zahnreinigung
Lassen Sie mindestens zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen. Dabei werden auch schwer erreichbare Stellen gründlich gereinigt und Verfärbungen entfernt. Die Prophylaxeassistentin kontrolliert zudem den Zustand Ihrer Kronen und kann frühzeitig Probleme erkennen.
Bei Kronen ist die professionelle Reinigung besonders wichtig, da sich am Übergang zwischen Krone und Zahnfleisch leicht Beläge bilden. Diese können zu Zahnfleischentzündungen führen, die langfristig den Halt der Krone gefährden.
Was Sie vermeiden sollten
Vermeiden Sie extreme Belastungen Ihrer Kronen. Beißen Sie nicht auf harte Gegenstände wie Nussschalen, Eiswürfel oder Stifte. Auch das Öffnen von Flaschen mit den Zähnen kann Kronen beschädigen. Keramikkronen sind zwar stabil, aber bei punktueller Überlastung kann es zu Rissen oder Abplatzungen kommen.
Wenn Sie nachts mit den Zähnen knirschen (Bruxismus), sollten Sie unbedingt eine Aufbissschiene tragen. Die enormen Kräfte beim Knirschen können selbst stabile Zirkonkronen schädigen. Eine individuell angepasste Schiene schützt Ihre Investition.
Vorsicht bei sehr heißen oder kalten Speisen direkt hintereinander – extreme Temperaturschwankungen können Spannungen im Material erzeugen. Dies gilt besonders in der ersten Zeit nach der Eingliederung.
Regelmäßige Kontrollen
Gehen Sie mindestens zweimal jährlich zur zahnärztlichen Kontrolle. Ihr Zahnarzt überprüft den Sitz der Krone, kontrolliert den Kronenrand und das umgebende Zahnfleisch. Röntgenbilder können versteckte Probleme wie Sekundärkaries am Kronenrand aufdecken.
Achten Sie selbst auf Warnsignale: Empfindlichkeit am Kronenrand, Zahnfleischbluten, lockere Kronen oder Veränderungen beim Zubeißen sollten Sie umgehend Ihrem Zahnarzt melden. Frühzeitiges Handeln kann größere Probleme verhindern.
Was tun bei Problemen?
Wenn sich eine Krone löst, bewahren Sie sie sorgfältig auf und kontaktieren Sie sofort Ihren Zahnarzt. Oft kann die Krone wieder eingesetzt werden, wenn der Zahnstumpf unbeschädigt ist. Versuchen Sie nicht, die Krone selbst mit Haushaltskleber zu befestigen.
Bei Schmerzen unter einer Krone kann eine Entzündung des Zahnnervs vorliegen. Auch hier ist zeitnahes Handeln wichtig. Manchmal ist eine nachträgliche Wurzelbehandlung durch die Krone hindurch möglich, ohne dass diese entfernt werden muss.
Kleine Abplatzungen an Keramikkronen können oft poliert oder mit Komposit repariert werden. Bei größeren Schäden ist meist eine neue Krone notwendig. Eine gute Zahnzusatzversicherung deckt auch solche Reparaturen oder Erneuerungen ab.
Häufige Komplikationen und deren Vermeidung
Trotz hoher Erfolgsraten können bei Zahnkronen gelegentlich Probleme auftreten. Die Kenntnis möglicher Komplikationen hilft Ihnen, diese zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen.
Sekundärkaries am Kronenrand
Die häufigste Komplikation ist Karies am Übergang zwischen Krone und natürlichem Zahn. Wenn die Mundhygiene unzureichend ist, können sich hier Bakterien ansiedeln und den freiliegenden Zahnstumpf angreifen. Dies führt zu einer schleichenden Zerstörung, die oft erst spät bemerkt wird.
Vorbeugung: Sorgfältige Zahnpflege, besonders am Kronenrand, regelmäßige professionelle Zahnreinigung und Kontrollen. Fluoridhaltige Zahnpasta stärkt den Zahnschmelz am Kronenrand.
Zahnfleischentzündungen und Parodontitis
Schlecht angepasste Kronen mit überstehenden Rändern können das Zahnfleisch reizen und Entzündungen verursachen. Auch bei gut sitzenden Kronen kann mangelnde Hygiene zu Zahnfleischproblemen führen. Langfristig kann dies zu Zahnfleischrückgang und Knochenabbau führen.
Vorbeugung: Präzise Kronenränder, die leicht unter dem Zahnfleischsaum liegen, gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume, regelmäßige professionelle Zahnreinigung.
Lockerung oder Verlust der Krone
Kronen können sich lockern, wenn der Zement ausgewaschen wird oder der Zahnstumpf durch Karies geschädigt ist. Auch mechanische Überlastung kann dazu führen. Eine lockere Krone sollte nicht ignoriert werden, da Bakterien eindringen und den Zahn schädigen können.
Vorbeugung: Vermeidung extremer Belastungen, Aufbissschiene bei Bruxismus, regelmäßige Kontrollen. Bei den ersten Anzeichen einer Lockerung sofort zum Zahnarzt.
Frakturen und Abplatzungen
Keramikkronen können bei Überlastung brechen oder absplittern, besonders wenn sie zu dünn gestaltet sind oder punktuell überlastet werden. Metallkeramikkronen können Abplatzungen der Keramikverblendung erleiden, während das Metallgerüst intakt bleibt.
Vorbeugung: Ausreichende Materialstärke bei der Herstellung, Vermeidung harter Nahrungsmittel, Schutz durch Aufbissschiene bei Bruxismus, Wahl eines geeigneten Materials für die jeweilige Belastungssituation.
Überempfindlichkeit und Schmerzen
Nach der Eingliederung kann eine gewisse Empfindlichkeit normal sein, die nach einigen Tagen abklingt. Anhaltende Schmerzen können auf verschiedene Ursachen hinweisen: zu hohe Krone (Okklusionsproblem), Entzündung des Zahnnervs oder undichte Kronenränder.
Vorbeugung: Sorgfältige Bissanpassung bei der Eingliederung, schonende Präparation des Zahnes, bei Bedarf Schutz des Zahnnervs während der Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden zeitnah den Zahnarzt aufsuchen.
Alternativen zur klassischen Krone
In bestimmten Situationen können Alternativen zur vollständigen Überkronung sinnvoll sein. Diese minimalinvasiven Optionen erhalten mehr natürliche Zahnsubstanz.
Teilkronen und Onlays
Wenn nicht der gesamte Zahn überkront werden muss, können Teilkronen oder Onlays eine substanzschonende Alternative sein. Diese bedecken nur die geschädigten Bereiche und lassen gesunde Zahnsubstanz unberührt. Besonders bei Defekten, die eine Füllung überschreiten, aber noch keine vollständige Krone erfordern, sind sie ideal.
Teilkronen werden meist aus Keramik oder Gold gefertigt und adhäsiv (geklebt) befestigt. Die Haltbarkeit ist sehr gut, die Kosten liegen zwischen denen einer Füllung und einer Vollkrone.
Veneers für Frontzähne
Bei rein ästhetischen Problemen an Frontzähnen können Veneers eine Alternative sein. Diese dünnen Keramikschalen werden auf die sichtbare Zahnfläche geklebt und korrigieren Verfärbungen, Fehlstellungen oder Formabweichungen. Der Substanzabtrag ist minimal, die Ästhetik hervorragend.
Veneers eignen sich jedoch nicht bei größeren Defekten oder stark geschwächten Zähnen. Hier ist eine Krone die bessere Wahl.
Große Füllungen als Kompromiss
Bei moderaten Defekten können hochwertige Kompositfüllungen oder Keramikinlays eine kostengünstigere Alternative darstellen. Die Haltbarkeit ist jedoch geringer als bei Kronen, und bei stark geschwächten Zähnen besteht ein höheres Frakturrisiko.
Ihr Zahnarzt wird Sie beraten, ob in Ihrem Fall eine Alternative zur Krone möglich ist. Oft ist die Überkronung jedoch die sicherste und langfristig wirtschaftlichste Lösung.
Die Rolle der Zahnzusatzversicherung bei Kronen
Eine hochwertige Zahnzusatzversicherung kann die finanzielle Belastung bei Kronenversorgungen erheblich reduzieren. Gerade bei der Entscheidung zwischen Keramikkrone und Metallkrone spielt die Versicherung eine wichtige Rolle.
Was leistet eine gute Zahnzusatzversicherung?
Hochwertige Tarife erstatten 80-90% der Gesamtkosten für Zahnersatz, einschließlich Kronen. Dies gilt auch für Materialien, die über die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkasse hinausgehen. So wird aus einer Keramikkrone, die Sie sonst 700-900 Euro Eigenanteil kosten würde, eine bezahlbare Lösung mit nur 70-180 Euro Restkosten.
Wichtig ist, dass die Versicherung auch hochwertige Materialien wie Vollkeramik oder Zirkon ohne Einschränkungen übernimmt. Achten Sie auf Tarife ohne Begrenzung auf die Regelversorgung. Mehr Informationen zu den Leistungen einer Zahnzusatzversicherung finden Sie in unserem Ratgeber.
Worauf sollten Sie bei der Tarifwahl achten?
Entscheidend sind folgende Kriterien:
- Erstattungssatz: Mindestens 80%, besser 85-90% der Gesamtkosten
- Keine Begrenzung auf Regelversorgung: Die Versicherung sollte auch hochwertige Materialien voll berücksichtigen
- Summenbegrenzungen: In den ersten Jahren oft begrenzt, danach unbegrenzte Erstattung
- Wartezeiten: Meist 8 Monate, es gibt aber auch Tarife ohne Wartezeit
- Zahnstaffel: Prüfen Sie die Höchstgrenzen in den ersten Jahren
- Fehlende Zähne: Werden diese mitversichert oder ausgeschlossen?
Wann sollten Sie eine Versicherung abschließen?
Der ideale Zeitpunkt ist, bevor Probleme auftreten. Sobald Ihr Zahnarzt eine Behandlung angeraten oder begonnen hat, ist es für eine Versicherung zu spät – diese Behandlung wird nicht übernommen. Schließen Sie die Versicherung daher präventiv ab, solange Ihre Zähne noch in gutem Zustand sind.
Auch wenn bereits ein Heil- und Kostenplan erstellt wurde, ist eine Versicherung für diese Behandlung nicht mehr möglich. Sie können aber für zukünftige Behandlungen abgesichert sein.
Lohnt sich eine Versicherung auch bei akutem Bedarf?
Selbst wenn Sie aktuell keine Behandlung benötigen, aber wissen, dass in den nächsten Jahren größere Arbeiten anstehen werden, kann sich eine Versicherung lohnen. Kalkulieren Sie die Beiträge gegen die erwarteten Eigenanteile. Bei mehreren notwendigen Kronen amortisiert sich eine gute Versicherung oft schon nach 2-3 Jahren.
Bedenken Sie auch, dass Sie die Versicherung langfristig behalten und von zukünftigen Behandlungen profitieren. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens Zahnersatz zu benötigen, ist sehr hoch – eine Versicherung ist daher für die meisten Menschen eine sinnvolle Investition.
Häufig gestellte Fragen zu Keramikkrone oder Metallkrone
Ist eine Keramikkrone genauso haltbar wie eine Metallkrone?
Moderne Keramikkronen, insbesondere aus Zirkonoxid, erreichen heute eine vergleichbare Haltbarkeit wie Metallkronen. Studien zeigen Erfolgsraten von über 95% nach 10 Jahren für beide Materialien. Zirkonkronen mit ihrer Biegefestigkeit von über 900 MPa sind mechanisch sogar stabiler als viele Metalllegierungen. E-Max Kronen sind etwas weniger belastbar, halten aber bei normaler Kaubelastung ebenfalls 15-25 Jahre. Metallkronen, besonders aus Goldlegierungen, können 20-40 Jahre halten. Die tatsächliche Lebensdauer hängt jedoch stark von der Mundhygiene, der Belastung und der Qualität der Verarbeitung ab – nicht primär vom Material.
Welche Krone ist für Backenzähne besser geeignet?
Für Backenzähne, die hohen Kaukräften ausgesetzt sind, eignen sich besonders stabile Materialien. Zirkonkronen sind aufgrund ihrer außergewöhnlichen Festigkeit ideal für den Seitenzahnbereich. Sie kombinieren hohe Belastbarkeit mit akzeptabler Ästhetik. Alternativ sind Goldkronen oder hochwertige Metallkeramikkronen eine bewährte Wahl. E-Max Kronen können bei normaler Kaubelastung ebenfalls verwendet werden, sind aber bei extremem Bruxismus weniger geeignet. Da Backenzähne beim normalen Lächeln nicht sichtbar sind, kann die Ästhetik zugunsten der Stabilität etwas zurücktreten. Für Patienten mit Zähneknirschen sind Zirkon oder Gold die sichersten Optionen.
Können Keramikkronen Allergien auslösen?
Nein, Vollkeramikkronen lösen keine allergischen Reaktionen aus. Keramik ist biologisch vollkommen inert und wird vom Körper nicht als Fremdstoff erkannt. Dies macht Keramikkronen zur idealen Wahl für Allergiker und Menschen mit Metallunverträglichkeiten. Im Gegensatz dazu können Metallkronen, besonders solche mit Nickel-Anteilen, bei etwa 10-15% der Bevölkerung allergische Reaktionen hervorrufen. Goldlegierungen sind hingegen sehr gut verträglich und lösen nur selten Allergien aus. Wenn Sie auf Metalle empfindlich reagieren oder eine bekannte Nickelallergie haben, sollten Sie sich für Vollkeramik entscheiden. Die hervorragende Biokompatibilität ist einer der größten Vorteile von Keramikkronen.
Warum sind Keramikkronen teurer als Metallkronen?
Die höheren Keramikkrone Kosten resultieren aus mehreren Faktoren. Erstens sind die Materialien selbst teurer – hochwertige Keramikblöcke für E-Max oder Zirkon kosten mehr als Metalllegierungen. Zweitens ist die Herstellung aufwendiger: Die CAD/CAM-Technologie erfordert teure Geräte und spezialisierte Software. Der Sinterprozess bei Zirkonkronen ist zeitintensiv und energieaufwendig. Drittens erfordert die ästhetische Gestaltung mehr Arbeitszeit und handwerkliches Geschick des Zahntechnikers. Die individuelle Farbgebung und Charakterisierung sind deutlich komplexer als bei Metallkronen. Trotz der höheren Anfangsinvestition können sich Keramikkronen durch ihre Ästhetik, Verträglichkeit und lange Haltbarkeit langfristig lohnen.
Kann man eine Metallkrone später durch eine Keramikkrone ersetzen?
Ja, eine bestehende Metallkrone kann jederzeit durch eine Keramikkrone ersetzt werden, sofern der darunter liegende Zahnstumpf noch intakt ist. Viele Patienten entscheiden sich für einen Austausch aus ästhetischen Gründen, besonders im sichtbaren Bereich. Dabei wird die alte Krone entfernt, der Zahnstumpf überprüft und gegebenenfalls aufbereitet, und eine neue Keramikkrone angefertigt. Beachten Sie jedoch, dass dabei erneut Zahnsubstanz abgetragen werden kann. Die Kosten entsprechen denen einer neuen Krone, wobei die Krankenkasse keinen Zuschuss gewährt, wenn die alte Krone noch funktionsfähig ist. Eine Zahnzusatzversicherung kann hier helfen. Planen Sie einen solchen Austausch am besten langfristig und besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt den optimalen Zeitpunkt.
Wie lange hält eine Keramikkrone im Durchschnitt?
Die durchschnittliche Keramikkrone Haltbarkeit liegt bei 15-25 Jahren, wobei moderne Zirkonkronen oft noch länger halten. Studien zeigen Erfolgsraten von 95-97% nach 10 Jahren und etwa 85-90% nach 15 Jahren. Faktoren, die die Haltbarkeit beeinflussen, sind: die Qualität der Verarbeitung, die Mundhygiene des Patienten, die mechanische Belastung, möglicher Bruxismus und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen. Bei optimaler Pflege und günstigen Bedingungen können Keramikkronen durchaus 25-30 Jahre oder länger halten. E-Max Kronen haben eine etwas geringere Haltbarkeit als Zirkon, sind aber für die meisten Anwendungen langlebig genug. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Kronen gut pflegen und regelmäßig kontrollieren lassen.
Verfärben sich Keramikkronen mit der Zeit?
Nein, Keramikkronen verfärben sich nicht. Die glasartige, dichte Oberfläche von Keramik nimmt keine Farbstoffe auf – weder durch Kaffee, Tee, Rotwein noch durch Nikotin. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber natürlichen Zähnen und Kunststofffüllungen, die mit der Zeit nachdunkeln können. Die Farbe einer Keramikkrone bleibt über Jahrzehnte konstant. Allerdings kann es vorkommen, dass die umgebenden natürlichen Zähne sich verfärben, wodurch ein Farbunterschied entsteht. Auch kann sich bei Metallkeramikkronen das Zahnfleisch zurückziehen und den dunklen Metallrand sichtbar machen, was wie eine Verfärbung wirkt. Vollkeramikkronen haben dieses Problem nicht. Die langfristige Farbstabilität ist einer der ästhetischen Hauptvorteile von Keramikkronen.
Was passiert, wenn eine Keramikkrone abbricht?
Wenn eine Keramikkrone abbricht, hängt die Behandlung vom Ausmaß des Schadens ab. Kleine Abplatzungen können oft poliert oder mit Kompositmaterial repariert werden, ohne dass die Krone ersetzt werden muss. Bei größeren Frakturen ist meist eine neue Krone notwendig. Bewahren Sie abgebrochene Stücke auf und kontaktieren Sie umgehend Ihren Zahnarzt. Bis zum Termin sollten Sie die betroffene Stelle schonen und harte Nahrungsmittel meiden. Bei Schmerzen oder scharfen Kanten kann ein Provisorium helfen. Die Kosten für eine Reparatur oder Erneuerung hängen vom Schaden ab. Eine gute Zahnzusatzversicherung deckt auch solche Reparaturen oder den Ersatz ab. Um Brüche zu vermeiden, sollten Sie extreme Belastungen meiden und bei Bruxismus eine Aufbissschiene tragen.
Sind Zirkonkronen besser als E-Max Kronen?
Ob Zirkonkronen oder E-Max Kronen besser sind, hängt von der Situation ab. Zirkonkronen sind mechanisch stabiler (900-1.200 MPa Biegefestigkeit) und daher ideal für hochbelastete Bereiche wie Backenzähne oder Brücken. Sie eignen sich auch hervorragend bei Bruxismus. E-Max Kronen (400 MPa) bieten eine etwas bessere Transluzenz und natürlichere Ästhetik, sind aber weniger belastbar. Im Frontzahnbereich, wo Ästhetik prioritär ist, sind E-Max Kronen oft die erste Wahl. Im Seitenzahnbereich ist Zirkon vorzuziehen. Moderne transluzente Zirkonkeramiken schließen jedoch die ästhetische Lücke und sind zunehmend auch für Frontzähne geeignet. Beide Materialien sind biokompatibel, langlebig und verfärben sich nicht. Ihr Zahnarzt wird basierend auf Position, Belastung und ästhetischen Anforderungen das optimale Material empfehlen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Keramikkronen?
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen befundbezogenen Festzuschuss, der unabhängig von der gewählten Kronenart ist. Dieser deckt 60% der Regelversorgung ab (mit Bonusheft 70%, bei 10 Jahren lückenloser Vorsorge 75%). Die Regelversorgung sieht im Seitenzahnbereich eine Metallkrone vor, im Frontzahnbereich eine Metallkeramikkrone. Wenn Sie sich für eine hochwertigere Vollkeramikkrone entscheiden, zahlen Sie die Differenz selbst. Beispiel: Bei Gesamtkosten von 900 Euro für eine Keramikkrone und einem Festzuschuss von 180 Euro beträgt Ihr Eigenanteil 720 Euro. Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie diesen Eigenanteil auf 90-180 Euro reduzieren. Der Festzuschuss wird immer gewährt, unabhängig davon, ob Sie die Regelversorgung oder eine hochwertigere Lösung wählen.
Kann man Kronen auch im Ausland günstiger machen lassen?
Ja, Zahnersatz im Ausland, besonders in Ländern wie der Türkei, Polen oder Ungarn, ist oft deutlich günstiger. Die Kosten können 40-60% unter deutschen Preisen liegen. Allerdings gibt es wichtige Überlegungen: Die Qualität kann variieren, Garantieansprüche sind schwerer durchzusetzen, und Nachbesserungen erfordern erneute Reisen. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt den Festzuschuss auch bei Auslandsbehandlungen, sofern die Behandlung EU-Richtlinien entspricht. Achten Sie auf seriöse Kliniken mit deutschen oder internationalen Zertifizierungen. Lassen Sie sich den Heil- und Kostenplan vorab von Ihrer Krankenkasse genehmigen. Bedenken Sie auch Reise- und Unterkunftskosten. Eine Alternative ist, den Zahnersatz im Ausland fertigen zu lassen, aber in Deutschland einsetzen zu lassen. Vergleichen Sie gründlich und wägen Sie Kosten gegen Qualität und Nachsorge ab.
Fazit: Die richtige Entscheidung zwischen Keramikkrone und Metallkrone
Die Wahl zwischen einer Keramikkrone und einer Metallkrone ist keine Frage von “besser” oder “schlechter”, sondern von individuell passend oder unpassend. Beide Materialgruppen haben ihre spezifischen Stärken und eignen sich für unterschiedliche Situationen.
Vollkeramikkronen, insbesondere aus E-Max oder Zirkonoxid, bieten die beste Ästhetik und sind die erste Wahl für den sichtbaren Bereich. Sie sind biokompatibel, verfärben sich nicht und fügen sich perfekt in Ihr natürliches Lächeln ein. Moderne Zirkonkronen erreichen zudem eine Stabilität, die Metallkronen in nichts nachsteht. Die höheren Keramikkrone Kosten von 700-1.200 Euro relativieren sich durch die lange Haltbarkeit und die überlegene Ästhetik.
Metallkronen und Metallkeramikkronen punkten mit bewährter Langlebigkeit und teilweise geringeren Kosten. Goldkronen sind mechanisch nahezu unzerstörbar und ideal für hochbelastete Bereiche im nicht-sichtbaren Seitenzahnbereich. Metallkeramikkronen bieten einen guten Kompromiss zwischen Ästhetik und Stabilität, haben aber den Nachteil des potenziell sichtbaren dunklen Kronenrands.
Für Ihre Entscheidung sollten Sie folgende Faktoren berücksichtigen: die Position des Zahnes, Ihre ästhetischen Ansprüche, die funktionelle Belastung, mögliche Allergien und Ihr Budget. Im Frontzahnbereich führt heute kaum ein Weg an Vollkeramik vorbei. Im Seitenzahnbereich können Sie je nach Prioritäten zwischen Zirkon, Metallkeramik oder Gold wählen.
Eine hochwertige Zahnzusatzversicherung macht die Entscheidung deutlich einfacher, da sie die Mehrkosten für Premium-Materialien weitgehend übernimmt. So müssen Sie nicht aus finanziellen Gründen auf die beste Lösung verzichten. Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt ausführlich alle Optionen und lassen Sie sich einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen.
Unabhängig von Ihrer Wahl: Die Qualität der Verarbeitung, die Präzision der Passform und Ihre gewissenhafte Pflege sind mindestens genauso wichtig wie das Material selbst. Eine perfekt gefertigte und gepflegte Krone – ob aus Keramik oder Metall – kann Ihnen jahrzehntelang gute Dienste leisten und Ihre Lebensqualität erheblich verbessern.

Kostenlose Beratung zu Materialwahl und maximaler Kostenerstattung – für Ihr schönstes Lächeln
Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über Zahnkronen und ersetzt keine individuelle zahnmedizinische Beratung. Die genannten Kosten sind Durchschnittswerte und können je nach Region, Zahnarzt und individueller Situation variieren. Für eine auf Ihre persönliche Situation abgestimmte Empfehlung konsultieren Sie bitte Ihren Zahnarzt. Die Informationen zu Versicherungsleistungen sind allgemeiner Natur – prüfen Sie die konkreten Bedingungen Ihres Tarifs. Stand: 2025


