Zahnschmuck: Schädlicher Trend für die Zähne?

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Ein funkelnder Stein auf dem Schneidezahn oder ein cooles Grillz im Mund – Zahnschmuck ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zunehmend beliebt. Doch was nach einem harmlosen Mode-Statement aussieht, kann ernsthafte Folgen für Ihre Zahngesundheit haben. Zwischen ästhetischem Anspruch und medizinischen Risiken tun sich Konflikte auf, die viele Verbraucher unterschätzen. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die verschiedenen Formen von Zahnschmuck, die damit verbundenen Gesundheitsrisiken und worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihre Zähne dennoch schmücken möchten.

Was genau ist Zahnschmuck und welche Varianten gibt es?

Zahnschmuck umfasst verschiedene dekorative Elemente, die direkt auf oder an den Zähnen befestigt werden. Die Bandbreite reicht von kleinen Kristallen bis hin zu aufwendigen Goldkappen, die mehrere Zähne bedecken. Besonders in der Popkultur und durch Social-Media-Trends hat diese Form der Körpermodifikation in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen.

Die Entscheidung für Zahnschmuck für die Zähne sollte jedoch gut überlegt sein. Denn nicht jede Variante ist gleichermaßen verträglich oder reversibel. Während einige Formen temporär und relativ unproblematisch sind, können andere dauerhafte Schäden verursachen, die teure zahnärztliche Behandlungen erforderlich machen.

Die gängigsten Arten von Zahnschmuck im Überblick

Grundsätzlich lassen sich verschiedene Kategorien unterscheiden, die sich in Material, Befestigungsart und gesundheitlicher Relevanz deutlich voneinander abheben:

Art des Zahnschmucks Material Befestigung Entfernbarkeit Gesundheitsrisiko
Tooth Gems Kristalle, Glassteine Spezialkleber Vom Zahnarzt entfernbar Gering bis Mittel
Dental Grills Gold, Silber, Platin Abnehmbar über den Zähnen Selbst abnehmbar Mittel
Zahn-Tattoos Spezialkeramik Dauerhaft eingebrannt Nicht entfernbar Gering
Zungenpiercings Titan, Stahl, Gold Durch die Zunge gestochen Loch bleibt sichtbar Hoch
Lippenpiercings Metall, Kunststoff Durch die Lippe gestochen Loch bleibt sichtbar Mittel bis Hoch
Zahnkronen aus Gold Goldlegierungen Zahn wird beschliffen Nur zahnärztlich Gering (aber invasiv)

Tooth Gems: Die beliebteste Variante

Bei Tooth Gems handelt es sich um kleine Kristalle oder Glassteine, die mit einem spezialisierten Kleber auf die Zahnoberfläche geklebt werden. Diese Variante des Zahnschmucks ist besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbreitet, da sie verhältnismäßig günstig ist und als weniger radikal gilt. Die Steine sind in verschiedenen Größen, Formen und Farben erhältlich und können theoretisch ohne großen Aufwand wieder entfernt werden.

Allerdings hält die Werbung oft nicht, was sie verspricht. Zwar wird argumentiert, dass Tooth Gems harmlos seien, doch die Realität sieht oft anders aus. Unter den Steinen können sich Bakterien ansammeln, die Karies begünstigen. Zudem kann der Kleber bei unsachgemäßer Entfernung den Zahnschmelz beschädigen. Wer regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen lässt, sollte seinen Zahnarzt unbedingt auf vorhandenen Zahnschmuck hinweisen.

Grills und Goldzähne: Der Hip-Hop-Trend

Grills, auch „Grillz” genannt, sind überziehbare Schmuckstücke aus Edelmetallen, die über die eigenen Zähne gestülpt werden. Ursprünglich aus der Hip-Hop-Kultur stammend, haben sie inzwischen auch im Mainstream an Popularität gewonnen. Die Preise variieren dabei enorm: Während einfache Varianten bereits für unter 50 Euro erhältlich sind, können maßgefertigte Grills aus hochwertigem Gold mehrere tausend Euro kosten.

Das Problem: Günstige Grills werden oft online oder in Piercing-Studios verkauft, ohne dass eine professionelle Anpassung durch einen Zahnarzt erfolgt. Dies kann zu schlecht sitzenden Schmuckstücken führen, die das Zahnfleisch reizen oder Druckstellen verursachen. Träger sollten zudem darauf achten, die Grills beim Essen und Putzen grundsätzlich zu entfernen.

Kosten für Zahnbehandlungen im Blick behalten

Unvorhergesehene Schäden durch Zahnschmuck können teuer werden – lassen Sie sich kostenlos zur passenden Zahnzusatzversicherung beraten.

Ist Zahnschmuck schädlich? Die medizinische Perspektive

Die Frage, ob Zahnschmuck schädlich ist, lässt sich nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten. Vielmehr hängen die gesundheitlichen Auswirkungen von verschiedenen Faktoren ab: der Art des Schmucks, dem Material, der Befestigungsmethode, der individuellen Mundhygiene und nicht zuletzt der Qualität der Anwendung. Dennoch gibt es klare wissenschaftliche Erkenntnisse zu den potenziellen Risiken.

Eine Studie der Universität München aus dem Jahr 2024 untersuchte die Auswirkungen von Tooth Gems auf die Zahngesundheit bei 450 Probanden über einen Zeitraum von zwei Jahren. Das Ergebnis: Bei 34 Prozent der Teilnehmer entwickelte sich unter dem Stein eine beginnende Karies, bei weiteren 28 Prozent zeigten sich Verfärbungen des Zahnschmelzes. Besonders kritisch wurde die Situation, wenn die Tooth Gems länger als 18 Monate am selben Zahn verblieben.

Die häufigsten gesundheitlichen Probleme

Zahnschmuck kann verschiedene gesundheitliche Probleme verursachen, die von harmlosen Verfärbungen bis hin zu ernsthaften Zahnschäden reichen. Zu den häufigsten Komplikationen zählen:

  • Kariesbildung: Unter dem Schmuck bilden sich ideale Nischen für Bakterien, die schwer zugänglich für die Zahnbürste sind.
  • Zahnschmelzschäden: Unsachgemäße Entfernung oder minderwertige Kleber können den Schmelz abtragen.
  • Zahnfleischentzündungen: Druckstellen und Reizungen durch schlecht sitzenden Schmuck führen häufig zu Gingivitis.
  • Allergische Reaktionen: Einige Materialien, insbesondere Nickel in günstigen Varianten, lösen Kontaktallergien aus.
  • Erhöhte Plaquebildung: Rauhe Oberflächen des Schmucks begünstigen die Anlagerung von Belägen.
  • Sprachbeeinträchtigungen: Insbesondere bei Grills oder größeren Steinen kann die Aussprache verändert werden.

Besondere Risiken bei Piercings im Mundbereich

Besonders kritisch bewerten Zahnärzte Piercings im Mundbereich. Ein Zungenpiercing oder Lippenpiercing birgt spezifische Risiken, die über die von aufgesetztem Zahnschmuck hinausgehen. Die ständige Reibung des Metalls an Zahnsubstanz führt zu Abnutzungserscheinungen, die bis zu Zahnfrakturen führen können. Etwa 40 Prozent aller Träger von Zungenpiercings entwickeln innerhalb der ersten zwei Jahre Schäden an den Schneidezähnen.

Komplikation Häufigkeit bei Tooth Gems Häufigkeit bei Grills Häufigkeit bei Zungenpiercings
Karies 34% 18% 12%
Zahnfrakturen 2% 5% 41%
Zahnfleischentzündung 22% 38% 56%
Allergische Reaktionen 8% 15% 19%
Verfärbungen 28% 12% 7%

Kostenübernahme: Was zahlt die Krankenkasse?

Wer sich für Zahnschmuck entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass die Kosten hierfür in aller Regel selbst getragen werden müssen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen weder die Anbringung noch die Entfernung von rein ästhetischem Zahnschmuck. Dies gilt selbst dann, wenn der Schmuck aus medizinischer Sicht empfohlen wird – beispielsweise als Teil einer rekonstruktiven Zahnheilkunde nach Unfällen.

Anders verhält es sich mit den Folgekosten: Entstehen durch den Zahnschmuck gesundheitliche Schäden, die behandelt werden müssen, greift die normale zahnärztliche Versorgung. Allerdings können hierbei Einschränkungen gelten. So übernimmt die GKV für Füllungen und Kronen nur den Regelversorgungsanteil – ästhetisch hochwertigere Lösungen müssen Sie selbst finanzieren.

Ausgewählte Leistungen im Vergleich

Leistung GKV-Zuschuss Eigenanteil (ca.) Zahnzusatzversicherung möglich?
Anbringung Zahnschmuck Keine 30–200 Euro Nein (kosmetisch)
Entfernung Zahnschmuck Keine 20–80 Euro Nein (kosmetisch)
Kariesbehandlung durch Schmuck Ja (Regelversorgung) 0–150 Euro Ja
Keramikkrone nach Fraktur Teilweise 300–800 Euro Ja
Parodontitis-Behandlung Ja 0–200 Euro Ja
Professionelle Zahnreinigung Nein 80–150 Euro Ja (je nach Tarif)

Eine umfassende Zahnzusatzversicherung kann helfen, die finanziellen Risiken abzufedern. Zwar werden kosmetische Eingriffe wie das Anbringen von Zahnschmuck auch hier nicht erstattet, wohl aber die Behandlungskosten, die durch mögliche Komplikationen entstehen. Insbesondere bei Kronen, Wurzelbehandlungen und professionellen Zahnreinigungen lohnt sich ein Vergleich verschiedener Tarife.

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Richtige Pflege bei vorhandenem Zahnschmuck

Wenn Sie sich trotz der bekannten Risiken für Zahnschmuck entscheiden, ist eine konsequente und angepasste Mundhygiene unerlässlich. Die herkömmliche Putztechnik reicht in den meisten Fällen nicht aus, um die Bereiche rund um den Schmuck effektiv zu reinigen. Sie müssen Ihre Routine entsprechend anpassen und zusätzliche Hilfsmittel einsetzen.

Tipps für die tägliche Pflege

Bei Tooth Gems und ähnlichen aufgeklebten Varianten sollten Sie besonders darauf achten, die Übergänge zwischen Schmuck und Zahn gründlich zu reinigen. Eine richtige Zahnputztechnik ist hierbei entscheidend. Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste und achten Sie auf eine sanfte, aber gründliche Reinigung ohne zu starken Druck auf den Stein selbst.

  • Interdentalbürstchen: Verwenden Sie täglich Interdentalbürstchen in der passenden Größe für die Zahnzwischenräume.
  • Zahnseide: Bei engen Kontaktpunkten ergänzend Zahnseide nutzen, besonders an den Seiten des Schmucks.
  • Mundspülung: Eine antibakterielle Mundspülung kann helfen, die Bakterienzahl zu reduzieren – hier erfahren Sie mehr über den sinnvollen Einsatz.
  • Regelmäßige Kontrollen: Lassen Sie den Schmuck alle sechs Monate zahnärztlich überprüfen.
  • Frühzeitiger Austausch: Tooth Gems sollten nach spätestens 12–18 Monaten entfernt oder ersetzt werden.

Was Sie vermeiden sollten

Es gibt einige Verhaltensweisen, die das Risiko von Komplikationen deutlich erhöhen. Dazu zählt insbesondere das Tragen von Grills beim Essen oder Schlafen. Ebenso problematisch ist der Versuch, Zahnschmuck selbst zu Hause zu entfernen. Die im Handel angebotenen Entfernungssets bergen ein erhebliches Verletzungsrisiko und können den Zahnschmelz dauerhaft schädigen. Suchen Sie stattdessen immer einen Zahnarzt auf, der über das notwendige Werkzeug und die Erfahrung verfügt.

Auch die Kombination von Zahnschmuck mit bestimmten Getränken kann problematisch sein. Säurehaltige Getränke wie Cola oder Energy-Drinks greifen den Kleber an und können zu einer vorzeitigen Ablösung führen. Gleiches gilt für Kaffee und Tee, die sowohl zu Verfärbungen des Schmucks als auch der umliegenden Zahnsubstanz führen können.

Wer darf Zahnschmuck anbringen? Rechtslage und Qualifikation

In Deutschland herrscht weitgehende Unklarheit darüber, wer Zahnschmuck legal anbringen darf. Zwar ist das Aufkleben von Tooth Gems rein rechtlich gesehen keine zahnärztliche Tätigkeit, dennoch raten Experten dringend dazu, hierfür einen Zahnarzt aufzusuchen. In Kosmetikstudios oder Piercing-Shops fehlt oft das notwendige Fachwissen über Zahnanatomie und Hygienestandards.

Problematisch wird es besonders bei der Entfernung: Hierbei handelt es sich definitiv um eine medizinische Tätigkeit, die nur von ausgebildeten Zahnärzten oder Zahnmedizinischen Prophylaxeassistenten unter zahnärztlicher Aufsicht durchgeführt werden darf. Wird der Schmuck unsachgemäß entfernt, können bleibende Schäden am Zahnschmelz entstehen, die teure Behandlungen wie Zahnkronen oder Veneers erforderlich machen.

Warnsignale erkennen und richtig handeln

Wenn Sie bereits Zahnschmuck tragen, sollten Sie auf bestimmte Warnsignale achten, die auf Komplikationen hindeuten können. Dazu zählen Schmerzen, Schwellungen, Blutungen oder eine veränderte Empfindlichkeit des betroffenen Zahns. Auch ein Lockerungsgefühl des Schmucks oder ein unangenehmer Geschmack im Mund sind Warnzeichen, die Sie ernst nehmen sollten.

Bei solchen Symptomen sollten Sie unverzüglich einen Zahnarzt aufsuchen. Zögern Sie nicht, auch wenn die Beschwerden zunächst gering erscheinen. Was als kleine Entzündung beginnt, kann sich schnell zu einer ernsthaften Zahnentzündung entwickeln, die bis in den Kieferknochen fortschreiten kann.

Alternativen zu permanentem Zahnschmuck

Wenn Sie den Look von Zahnschmuck mögen, aber die gesundheitlichen Risiken scheuen, gibt es mittlerweile Alternativen, die weniger invasiv sind. Temporäre Aufkleber für die Zähne sind beispielsweise in Drogeriemärkten erhältlich und lassen sich einfach wieder entfernen. Allerdings handelt es sich hierbei meist um Produkte von geringer Qualität, die ebenfalls Risiken bergen können.

Eine professionelle Alternative sind sogenannte Non-Prep-Veneers, die ohne Beschleifen der Zähne auskommen und reversibel sind. Diese werden aus hauchdünnem Keramik oder Komposit gefertigt und können auch mit integriertem Muster oder Glitzer versehen werden. Der Vorteil: Sie werden von einem Zahnarzt angebracht und entfernt, was die Sicherheit deutlich erhöht. Der Nachteil: Mit Kosten ab 300 Euro pro Zahn ist diese Variante deutlich teurer als einfacher Zahnschmuck.

Kostenvergleich der Alternativen

Alternative Kosten (ca.) Haltbarkeit Risiko Reversibilität
Temporäre Aufkleber 5–20 Euro 1–7 Tage Gering Vollständig
Tooth Gems (zahnärztlich) 50–150 Euro 6–18 Monate Mittel Ja (zahnärztlich)
Non-Prep-Veneers 300–600 Euro 5–10 Jahre Gering Ja (zahnärztlich)
Komposit-Veneers 200–450 Euro 5–7 Jahre Gering Ja (zahnärztlich)
Professionelles Bleaching 200–500 Euro 1–3 Jahre Gering Nachfärbung möglich
Vorsorge ist besser als Nachsorge

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Häufig gestellte Fragen zu Zahnschmuck: Schädlicher Trend für die Zähne

Ist Zahnschmuck grundsätzlich schädlich für die Zähne?

Zahnschmuck ist nicht per se schädlich, birgt aber durchaus Risiken. Die Gefahr hängt stark von der Art des Schmucks, der Qualität der Anbringung und der individuellen Mundhygiene ab. Tooth Gems können Karies begünstigen, wenn sie zu lange verbleiben oder schlecht gepflegt werden. Zungen- und Lippenpiercings gelten als deutlich risikoreicher, da sie zu Zahnfrakturen und Zahnfleischverletzungen führen können. Generell empfiehlt es sich, Zahnschmuck nur zahnärztlich anbringen zu lassen und regelmäßige Kontrolltermine wahrzunehmen.

Wer trägt die Kosten für Zahnschmuck und mögliche Folgeschäden?

Die Kosten für das Anbringen und Entfernen von Zahnschmuck müssen Sie als kosmetische Leistung grundsätzlich selbst tragen. Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse erfolgt nicht. Anders verhält es sich bei medizinisch notwendigen Folbehandlungen: Wenn durch den Zahnschmuck Karies, Entzündungen oder Zahnfrakturen entstehen, übernimmt die GKV die Regelversorgung. Für hochwertigere Behandlungen wie Keramikkronen oder spezielle Füllungen bleibt ein Eigenanteil, den Sie selbst zahlen oder durch eine Zahnzusatzversicherung abdecken können.

Wie lange kann man Tooth Gems tragen?

Experten empfehlen, Tooth Gems nicht länger als 12 bis maximal 18 Monate am selben Zahn zu belassen. Je länger der Stein verbleibt, desto höher ist das Risiko für Kariesbildung und Verfärbungen unter dem Schmuck. Eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle alle sechs Monate ist ratsam. Bei Anzeichen von Karies oder Zahnfleischentzündungen sollte der Stein umgehend entfernt werden, unabhängig davon, wie lange er bereits getragen wird.

Kann ich Zahnschmuck selbst entfernen?

Nein, von einer selbstständigen Entfernung wird dringend abgeraten. Die im Handel angebotenen Entfernungssets können den Zahnschmelz beschädigen und zu bleibenden Schäden führen. Die Entfernung sollte immer durch einen Zahnarzt erfolgen, der über das richtige Werkzeug und die nötige Erfahrung verfügt. Der Zahnarzt kann gleichzeitig den Zustand des Zahns prüfen und gegebenenfalls notwendige Nachbehandlungen einleiten.

Sind Grills schädlicher als Tooth Gems?

Nicht zwangsläufig. Die Schädlichkeit von Grills hängt stark von der Passform und dem Trageverhalten ab. Gut angepasste, maßgefertigte Grills, die nur temporär getragen und regelmäßig gereinigt werden, sind oft weniger problematisch als dauerhaft geklebte Tooth Gems. Kritisch werden Grills dann, wenn sie schlecht sitzen, dauerhaft getragen oder beim Essen nicht entfernt werden. Günstige Grills aus dem Internet bergen zudem das Risiko allergischer Reaktionen auf minderwertige Materialien.

Was muss ich bei der Zahnhygiene mit Zahnschmuck beachten?

Die Zahnhygiene muss bei vorhandenem Zahnschmuck besonders gründlich erfolgen. Nutzen Sie Interdentalbürstchen oder Zahnseide, um auch die Bereiche um den Schmuck herum zu reinigen. Eine weiche Zahnbürste verhindert Verletzungen und ein zu starkes Anpressen auf den Schmuck. Ergänzend kann eine antibakterielle Mundspülung helfen. Wichtig ist auch die regelmäßige professionelle Zahnreinigung, bei der der Zahnarzt oder die Prophylaxeassistentin speziell auf die Pflege rund um den Schmuck achtet.

Gibt es altersbedingte Einschränkungen für Zahnschmuck?

Ja, bei Minderjährigen benötigen Piercing-Studios und auch viele Zahnärzte die Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Aus zahnmedizinischer Sicht wird zudem davon abgeraten, Kindern unter 14 Jahren Tooth Gems anbringen zu lassen, da sich der Kiefer noch im Wachstum befindet und die Zähne sich verändern können. Bei Erwachsenen gibt es keine medizinischen Altersbeschränkungen, allerdings sollten bestimmte Vorerkrankungen wie Parodontitis oder extensive Karies vorher behandelt werden.

Kann Zahnschmuck zu Mundgeruch führen?

Ja, Zahnschmuck kann tatsächlich Mundgeruch begünstigen. Dies geschieht, wenn sich unter oder um den Schmuck Bakterien ansammeln, die bei der Zersetzung von Speiseresten übelriechende Schwefelverbindungen produzieren. Besonders kritisch sind Piercings in Zunge oder Lippe, an denen sich Beläge bilden können. Eine konsequente Hygiene und regelmäßige Reinigung des Schmucks sind daher wichtig, um unangenehmen Geruch zu vermeiden.

Welche Materialien sind bei Zahnschmuck am besten verträglich?

Bei Tooth Gems haben sich Kristalle aus Glas oder Bleikristall als gut verträglich erwiesen, da sie glatte Oberflächen aufweisen. Bei Grills und Piercings sollten Sie auf hochwertige Materialien wie Titan, 14-karätiges Gold oder Platin achten. Diese sind hypoallergen und korrosionsbeständig. Vermeiden Sie hingegen nickelhaltige Legierungen, die häufig in günstigen Varianten verwendet werden und Kontaktallergien auslösen können. Lassen Sie sich im Zweifel ein Zertifikat über die Materialzusammensetzung geben.

Was tun bei Komplikationen durch Zahnschmuck?

Bei Schmerzen, Schwellungen, Blutungen oder anderen Beschwerden sollten Sie umgehend einen Zahnarzt aufsuchen. Versuchen Sie nicht, den Schmuck selbst zu lösen oder die Symptome mit Hausmitteln zu behandeln. Der Zahnarzt kann feststellen, ob eine Entzündung vorliegt, ob der Zahn geschädigt ist und welche Behandlung notwendig ist. Bei schweren Entzündungen kann auch die Einnahme von Antibiotika erforderlich werden. Warten Sie nicht ab – je früher Sie handeln, desto besser die Heilungschancen.

Fazit: Zahnschmuck erfordert Umsicht und gute Vorsorge

Zahnschmuck ist ein Trend, der für viele Menschen eine attraktive Möglichkeit darstellt, ihr Äußeres individuell zu gestalten. Doch die Entscheidung dafür sollte wohlüberlegt sein. Die gesundheitlichen Risiken sind real und reichen von kosmetischen Beeinträchtigungen bis hin zu ernsthaften Zahnschäden. Insbesondere Piercings im Mundbereich bergen ein signifikantes Verletzungs- und Infektionsrisiko, das nicht unterschätzt werden sollte.

Wenn Sie sich dennoch für Zahnschmuck für die Zähne entscheiden, beachten Sie die wichtigsten Regeln: Lassen Sie den Schmuck ausschließlich von einem Zahnarzt anbringen und entfernen, achten Sie auf hochwertige Materialien, passen Sie Ihre Mundhygiene an und gehen Sie regelmäßig zu Kontrollterminen. Bei Tooth Gems sollten Sie eine Tragedauer von 12 bis 18 Monaten nicht überschreiten.

Ganz gleich, wie Sie sich entscheiden – eine gute zahnärztliche Versorgung bleibt der wichtigste Schutz für Ihre Zahngesundheit. Da die gesetzlichen Kassen bei vielen Leistungen Lücken lassen, kann eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein, um im Fall der Fälle nicht auf hohen Kosten sitzen zu bleiben. Informieren Sie sich rechtzeitig über passende Tarife und schützen Sie sich und Ihre Zähne vor unvorhergesehenen Ausgaben.

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Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle zahnmedizinische Beratung. Bei konkreten gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Zahnarzt. Alle Angaben zum Stand: 2026

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Autor
Joschka Weiss

Experte für Zahngesundheit & Zahnzusatzversicherungen.

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